YouTube-Star Philipp Mickenbecker (23): Ärzte machen keine Hoffnung mehr

Philipp Mickenbecker (23): Ärzte haben ihn aufgegeben
Philipp Mickenbecker (23): Ärzte haben ihn aufgegeben

Foto: LifeLion/Youtube

14.04.2021 14:10 Uhr

Philipp Mickenbecker hat Krebs im Endstadium. Der schwarze Tumor über seiner Brust ist nicht zu übersehen. Die Ärzte glauben kaum noch daran, dass der YouTuber die Krankheit überleben wird.

Bereits zwei Mal konnte YouTuber Philipp Mickenbecker den Krebs besiegen. Nachdem der 23-Jährige 2013 die erste Diagnose erhalten hatte, kam 2016 der Rückfall. Doch auch damals war Philipps Körper stärker. Doch die Ärzte haben wenig Hoffnung darauf, dass der Internet-Star den Kampf gegen den Lymphdrüsenkrebs ein drittes Mal gewinnen wird. Wie bitter muss das für solch einen jungen Menschen sein. Erst vor einem Jahr kam erneut die Schock-Diagnose.

So beschreibt er seinen Tumor

Über seiner Brust klafft mittlerweile eine große schwarze Wunde beziehungsweise der Tumor. Ein schockierender Anblick! „Man könnte sagen, dass ich bei lebendigem Leibe vergammle“, wie Mickenbecker gegenüber der „Bild“-Zeitung erklärt hat. „Der Tumor drückt sich von unten nach oben und die Haut stirbt regelrecht ab. Es eitert, nässt und stinkt etwas.“

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Sein Körper kämpft weiter

Was extrem schmerzhaft klingt, spürt Philipp glücklicherweise aber kaum. „Ich habe keine Schmerzen. Nur nachts schwitze ich extrem und habe Atemnot.“ Daran merkt der 23-Jährige, wie sehr sein Körper nach wie vor gegen die aggressiven Krebszellen kämpft. Während die Ärzte den YouTuber mittlerweile aufgegeben haben und keine Prognose mehr anstellen wollen, wie lange er noch zu leben hat, hält er selbst weiterhin an seiner Hoffnung fest.

Philipp hat einen Zwillingsbruder

„Hoffnung und Halt gibt mir mein Glaube, ich vertraue Jesus“, zeigt sich Philipp positiv. Zudem hofft er, dass er gemeinsam mit seinem Zwillingsbruder Ende Juni seinen 24. Geburtstag feiern darf. „Ich finde es krass, wie lebensfroh und fit Philipp trotz der Umstände ist“, lobt ihn sein Bruder.

Offener Umgang ist ihm wichtig

Doch Mickenbecker ist nicht nur sein Glaube extrem wichtig, sondern auch ein offener Umgang mit der Krankheit. Mit seinen rund 1,33 Millionen YouTube-Followern spricht der gebürtige Hesse offen über sein Schicksal und möchte andere Krebspatienten damit ermutigen, ebenfalls nie die Hoffnung aufzugeben. Dort zeigt er auch den riesengroßen Tumor auf seinem Oberkörper.

Emotionale Worte an seine Fans

„Mir geht es dennoch sehr gut. Es ist ein Wunder und es kann mir auch kein Arzt erklären, warum mir das nichts ausmacht“, plaudert er in einem seiner neusten Clips ganz locker. „Ich schlafe zwar weniger und bekomme mittlerweile auch weniger Luft und trotzdem macht mir das nichts aus. Wenn ich den Tumor im Spiegel sehe, sehe ich eine Uhr, die abläuft“, so Philipp in seinem bewegenden Statement. „Ich habe keine Angst vor dem Tod aber dieser Prozess vor dem Sterben ist kein schöner“, fasst er zusammen. Vor diesem jungen Mann kann man jedenfalls nur den Hut ziehen und seine Geschichte als Anlass dafür nehmen, seine eigene Gesundheit mehr zu schätzen.

Dass Philipp ein großes Vorbild ist, hat längst auch die ARD erkannt, die dem jungen Mann Ende 2020 eine eigene Dokumentation gewidmet hat. Benannt nach seinem YouTube-Channel trägt die den Namen „Real Life Guy – der YouTuber, der Tod und die Hoffnung.“ Zuletzt waren die beiden YouTuber auch Gäste in der NDR-Talkshow.

(JuC)