„Pleasure“: Von einer, die sich auszog, um der nächste große Pornostar zu werden

Paul VerhobenPaul Verhoben | 28.11.2021, 21:54 Uhr
"Pleasure": Von einer, die sich auszog, um der nächste große Pornostar zu werden
"Pleasure": Von einer, die sich auszog, um der nächste große Pornostar zu werden

Weltkino Filmverleih GmbH

Regisseurin Ninja Thyberg offenbart in "Pleasure" einen schonungslosen Blick auf ein männerdominertes Business um Lust, Gewalt und Macht.

Ihr authentisches Langfilmdebüt, das aus konsequent weiblicher Perspektive erzählt wird, besetzte sie mit Ausnahme der Hauptrolle mit echten Darstellern und Größen der Branche. Der mehrfach preisgekrönte Film gehörte zur offiziellen Auswahl der Filmfestspiele von Cannes 2020 und feierte seine umjubelte Premiere beim Sundance Filmfestival 2021.

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Darum geht’s in „Pleasure“

Die 19-jährige Linnéa verlässt ihre schwedische Kleinstadt und zieht nach Los Angeles, um als „Bella Cherry“ der nächste große Pornostar zu werden. Doch der Weg dahin ist steiniger als erwartet. Zwar erhält sie schnell erste Aufträge, aber das Business ist gnadenlos.

Bella erkennt, dass sie nur eine Chance hat, wenn sie ausnahmslos alles tut, was von ihr verlangt wird – selbst wenn dies Erniedrigung und Schmerz bedeutet. Doch wie weit kann sie gehen, um ihr Ziel zu erreichen?

Film mit Pornoprofis besetzt

Eine Kurzfassung des Films „Pleasure“ kam bereits 2013 heraus. Er wurde damals in Cannes und im Jahr darauf beim Sundance-Festival uraufgeführt. Die abendfüllende Version hat sie fast ausschließlich mit Profis aus dem Porno-Business besetzt – abgesehen von Hauptdarstellerin Sofia Kappel.

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Regisseurin Ninja Thyberg sagte über ihren Film im Gespräch mit dem US-Magazin „Variety“: „Pornografie ist der einzige Ort, an dem wir wirklich expliziten Sex sehen, und sie ist ein wichtiger Teil unserer Kultur. Die Menschen konsumieren heute so viel Pornografie, nur darüber reden wir nie öffentlich oder unter Freunden. Es ist ein großer Teil unserer Kultur, der in einer Schattenwelt existiert, und das hat mich neugierig gemacht, mehr darüber zu erfahren. Ich denke, gerade weil es ein Tabu ist, wollte ich mich damit befassen.“

Geplanter Kinostart ist der 13. Januar 2022 – so es die Pandemie will.

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