Sonntag, 14. April 2013 19:40 Uhr

Polanski machte ihn zum Weltstar: Adrien Brody wird heute vierzig

Regisseur Roman Polanski machte Adrien Brody zum Star: Als ‚Der Pianist‘ erlangte der Schauspieler Weltruhm und erhielt 2003 den Oscar. Jack Nicholson, Daniel Day-Lewis, Michael Caine und Nicolas Cage hatten damals das Nachsehen.

Der Film basiert auf den Erinnerungen des polnisch-jüdischen Pianisten und Holocaust-Überlebenden Wladislaw Szpilman. Für die Rolle nahm Brody, der selbst jüdischer Herkunft ist, große Anstrengungen in Kauf. Ohnehin auch als Musiker ambitioniert, lernte er, Chopin auf dem Klavier zu spielen, nahm 15 Kilo ab und zog sich für eine Weile völlig aus seinem normalen Alltagsleben zurück.

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Seine ersten Auftritte hatte Adrien Brody, der heute 40 Jahre alt wird, bereits als Kind. Der Knirps trat bei Kinderpartys unter dem Namen ‚The Amazing Adrien‘ als Zauberer auf. Sein bester Trick: Mit einer Dollarnote teilte er einen Stift in zwei Teile. Eine gute Vorbereitung: „In mir schlummerte schon immer ein Schauspieler“, sagte Brody.

Sein Fernsehdebüt gab er in dem Drama ‚Home At Last‘, über einen rebellischen New Yorker Teenager, der bei einer Farmersfamilie sein wahres Zuhause findet. In dem Episodenfilm ‚New Yorker Geschichten‘ von Martin Scorsese, Francis Ford Coppola und Woody Allen war er als 16-Jähriger zum ersten Mal auf der Kino-Leinwand zu sehen.

Adrien-Brody

Nach dem Schulabschluss, einem Semester an der New Yorker Universität und dem Umzug nach Los Angeles stand er vor allem für Independentmovies vor der Kamera. Brody schien in dieser Phase auf verkrachte Existenzen abonniert zu sein, wie etwa den Punk Richie in Spike Lees ‚Summer of Sam‘, der von seinen Eltern aus Scham in der Garage eingesperrt wird. In ‚Love The Hard Way‘ mimt er einen Ganoven, der die Existenz einer bürgerlichen Studentin ruiniert und in ‚Oxygen‘ einen Psychopathen, der seinem Entführungsopfer für 24 Stunden Sauerstoff zum Überleben lässt.

Der Durchbruch gelang Brody schließlich mit Terrence Malicks Kriegsdrama ‚Der schmale Grat‘ (1998), aber erst mit ‚Der Pianist‘ wurde der vielversprechende Schauspieler zum Star werden.

Ein riesiger Erfolg sollte dem Schauspieler im Anschluss mit Peter Jacksons Remake des Klassikers ‚King Kong‘ (2005) gelingen. In dem Horror-Kracher durfte er sich in Naomi Watts verlieben und wurde so zum Nebenbuhler des Riesenaffen. 10 Millionen Dollar Gage soll er laut der Filmdatenbank ‚Imdb‘ dafür bekommen haben.

Das Versprechen auf eine ganz große Karriere aber konnte Adrien Brody, den man immer wieder mit dem jungen Al Pacino verglich, in Folge nicht ganz einlösen. Schöne Rollen hatte er gleichwohl: In Wes Andersons skurrilem Roadmovie ‚The Darjeeling Limited‘ (Foto oben) spielte Brody einen von drei Brüdern: „Für mich als Einzelkind eine schöne Erfahrung“, sagte der Schauspieler der Zeitschrift ‚Vanitiy Fair‘. In Woody Allens ‚Midnight in Paris‘ war er als Salvador Dalí zu sehen.

Die Dreharbeiten für den Film ‚The Grand Budapest Hotel‘ führten Adrien Brody kürzlich nach Görlitz. Regie führte wiederum Wes Anderson. (dpa) 047

Fotos: WENN.com, 20th Century Fox

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