Polizei erklärt neue Bußgelder mit Speisekarte

dpadpa | 09.11.2021, 19:40 Uhr
Eine Radarfalle («Blitzer») in Hannover.  Ab 9. November müssen Verkehrssünder wie Raser und Falschparker mehr zahlen, wenn sie erwischt werden.
Eine Radarfalle («Blitzer») in Hannover. Ab 9. November müssen Verkehrssünder wie Raser und Falschparker mehr zahlen, wenn sie erwischt werden.

Ole Spata/dpa

„Schnelle Küche“ und „Blaulichtmenu“: Die Polizei in Mettmann hat scih zur Erhöhung der Bußgelder etwas Besonderes ausgedacht.

Die ab Dienstag gültigen höheren Bußgelder im Straßenverkehr hat die Polizei im nordrhein-westfälischen Mettmann mit einem Bußgeldkatalog in Form einer Speisekarte erklärt.

„Liebe Gäste, sicherlich haben Sie es schon mitbekommen, dass wir unsere Preise anpassen mussten“, wirbt die Polizei dabei via Twitter ironisch. Das Angebot auf der virtuellen Bußgeldkarte reicht von „Schnelle Küche – 16 km/h innerorts zu schnell – 70 Euro“ bis zu „Neue Gerichte – Rettungsgasse – bis zu 320 Euro“.

Unter „Stop and eat“ führen die Beamten den „Klassiker“ Falschparken auf – 35 Euro, heißt es, aber viele Extras seien möglich – zum Beispiel das Parken auf Geh- oder Radwegen für 55 Euro. Als Spezialität wird das „Blaulichtmenu“ offeriert – Parken in der Feuerwehrzufahrt. Bei Behinderung von Rettungsfahrzeugen kostet das schon 100 Euro.

Einen kleinen Fehler enthält die Karte auch – fälschlicherweise droht sie nämlich für Tempoüberschreitungen zwischen 16 und 20 Stundenkilometern innerorts bereits einen Punkt in Flensburg an. Den gibt es aber erst bei noch höherer Geschwindigkeit. „Keine Speisekarte ohne Tippfehler“, kommentierte ein Polizeisprecher ungerührt.