19.11.2020 07:21 Uhr

Polizei-Gewerkschafter für Böllerverbot wegen Corona

Für viele Menschen gehört Feuerwerk einfach zu Silvester. Sollte darauf aus Rücksicht auf steigende Infektionszahlen in der Corona-Pandemie diesmal lieber verzichtet werden?

Christoph Schmidt/dpa

Wegen der Coronavirus-Pandemie fordern Innenpolitiker und Polizei-Gewerkschafter ein Böller-Verbot an Silvester.

Zum Feuerwerk gesellten sich rasch Alkohol, Personengruppen und Partystimmung – und das sei nicht angesagt, sagte der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, der „Bild“-Zeitung (Donnerstag).

Auch der CSU-Bundestagsabgeordnete Michael Kuffer plädierte bei der „Bild“ dafür, Böllerei und Feuerwerk dieses Jahr zu verbieten.

Der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU) sprach sich ebenfalls gegen Böller und Raketen aus. „Am Halloween-Wochenende war es in unseren Party-Hochburgen ganz ruhig“, sagte Reul der „Bild“-Zeitung. „Ich wünsche mir, dass das auch Silvester wieder so sein wird.“ Entscheiden müssten aber die Kommunen.

In Berlin hatten die Grünen mit Blick auf die Infektionslage gefordert, an Silvester neben großen Partys auch das Feuerwerk zu verbieten. Deutschland solle damit dem Vorbild der Niederlande folgen, hieß es.

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