Mittwoch, 20. Dezember 2017 09:28 Uhr

Pop-Megastar Jonghyun hinterlässt diesen Abschiedsbrief

Der Tod des populären Boygroup-Sängers, Songwriters und Radiomoderators Jonghyun hat die Fans in Südkorea erschüttert. Der 27-jährige Frontsänger der Boyband SHINee wurde am Montag in einer Wohnung in Seoul aufgefunden und später in einem Krankenhaus für tot erklärt.

Pop-Megastar Jonghyun hinterlässt diesen Abschiedsbrief

Foto: WENN.com

Hunderte von Fans sowie Sänger und Sängerinnen suchten einen für Jonghyun errichteten Gedenkaltar im Asan-Krankenhaus in Seoul auf, um von ihm Abschied zu nehmen, wie die Nachrichtenagentur Yonhap berichtete. „Jonghyun ist der beste Künstler, der Musik liebt“, hieß es in einer Erklärung der übrigen Mitglieder von SHINee auf Twitter.

Die Gruppe SHINee wurde 2008 von der Talentagentur SM Entertainment zusammengestellt. Sie stieg danach rasch zu einer der bekanntesten Boygroups des K-Pop auf. Sie war auch äußerhalb Südkoreas beliebt, besonders in Japan.

Nach Erkenntnissen der Polizei hat Jonghyun Suizid begangen. In einem Abschiedsbrief schrieb der Sänger, dessen vollständiger Name Kim Jong Hyun lautete, er sei depressiv gewesen. Der Brief wurde von einer Freundin Jonghyuns, der Rocksängerin Jang Hee Yeon (auch Nine9), in den sozialen Medien veröffentlicht.

„Deshalb war es so schwer“

Der „Rolling Stone“ veröffentlichte ihn. Darin heißt es u.a.: „Ich bin innerlich gebrochen. Die Depression, die langsam an mir nagte, verschlang mich schließlich. Ich konnte es nicht überwinden. Ich habe mich selbst gehasst. Ich beschloss, an Erinnerungen festzuhalten und schrie mich an, um zur Besinnung zu kommen, aber es gab keine Antwort. Wenn es keine Möglichkeit gibt, den erstickenden Atem zu lindern, ist es besser, einfach aufzuhören.“ Weiter heißt es: „Es ist leicht zu sagen, dass du die Dinge beenden wirst. Es ist schwer, die Dinge tatsächlich zu beenden. Ich habe die ganze Zeit mit dieser Schwere gelebt.“

„Wenn sie fragen, warum Menschen sterben, würden sie wahrscheinlich sagen, dass es daran liegt, dass sie erschöpft sind. Ich litt und quälte mich deswegen. Ich habe nie gelernt, wie man diesen Schmerz in Glück verwandelt.“ Weiter schreibt Jonghuyn: „Ich schätze, ich war nicht dazu bestimmt, ein Leben in der Öffentlichkeit zu führen. Deshalb war es so schwer. Sich der Welt zu stellen und in der Öffentlichkeit zu stehen. (…)  Es ist großartig, dass ich es sogar so weit geschafft habe. Was soll ich noch sagen. Sag mir nur, dass ich es gut gemacht habe. Sag mir, dass ich gut genug war und dass ich viel durchgemacht habe.“ (dpa/KT)

Wer mit Suizidgedanken spielt, sollte sich an vertraute Menschen wenden. Oft hilft bereits das Reden darüber. Wer für weitere Hilfsangebote offen ist oder sich um nahestehende Personen sorgt, kann sich an die Telefonseelsorge wenden: 0800/111?01?11.

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