Preview „Alle reden über Jamie“: Wie werde ich eine Drag Queen?

Preview "Alle reden über Jamie": Wie werde ich eine Drag Queen?
Preview "Alle reden über Jamie": Wie werde ich eine Drag Queen?

© 2020 Twentieth Century Fox Film Corporation

02.05.2021 22:00 Uhr

In der Tradition von „Billie Elliot“ kommt „Alle reden über Jamie“ (hoffentlich) bald ins Kino: Schwungvoll und herzlich vom Sonderling zum Showstar!

Der geplante Start war eigentlich im Februar 2021. Noch hat sich Disney nicht über einen möglichen neuen Start geäußert. Wir stellen das mitreißende Spektakel vor!

Im Film-Musical „Alle reden über Jamie“ findet ein Teenager vom Land seinen Weg zum Showstar als Drag Queen. Was als Doku und Bühnen-Musical schon bestens funktioniert hat, kann als Film nicht verkehrt sein. Das britische Kino hat einen wahren Helden mehr und die Geschichte von Jamies Traum ist schmissig und herzerwärmend erzählt.

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Alles begann mit der Doku „Jamie: Drag Queen mit 16“

Im Dokumentarfilm wird die wahre Geschichte des Teenagers Jamie Campbell erzählt, der Drag Queen werden will. Jamie ist in einem ehemaligen Bergbau-Dorf in der englischen Grafschaft Durham aufgewachsen und hatte schon Probleme an der Schule, bevor er sich als queer geoutet hat. Jamie ist ein Außenseiter. Er hat so gut wie keine Freunde, aber ein echtes Ziel. Er will unbedingt eine Drag Queen werden.

Jamie Campbell war das angesagte Gesprächsthema in Großbritannien, als der Dokumentarfilm „Jamie: Drag Queen mit 16 Jahren“ (OV „Jamie: Drag Queen at 16“) in der BBC ausgestrahlt wurde. Ein Junge in engen Verhältnissen träumt von einem glamourösen Leben als Drag-Künstler und belässt es nicht beim Träumen. Wenn das kein Musical-Stoff ist, der da frei Haus vom echten Leben mitgeliefert wurde!

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„Everybody’s talking about Jamie“ – ein Musical Hit

Am 8. Februar 2017 hatte das Musical „Everybody’s talking about Jamie“ im schönen Sheffield Premiere und von da ab gab es kein Halten mehr im Königreich. Bereits im selben Jahr lief die Show im Londoner West End rauf und runter und tourte schließlich durch das gesamte Land.
Vorlage zum Musical ist die Dokumentation „Jamie: Drag Queen mit 16“ von Jenny Popplewell, die 2011 auf BBC 3 lief und jetzt bei Amazon-Prime vorliegt.

In der Doku wird schon sehr herzerwärmend von dem Schüler Jamie Campbell erzählt, der seinen Traum, eine Drag Queen zu sein, in die Tat umsetzt. Jamie Campbell (der echte) fing damit an, einen Wunsch zu haben. Wenn er sich sehnlichst etwas wünschte, dann auf dem Abschlussball als Drag Queen zu kommen. Und der Junge hat Glück – denn es gibt nicht nur Stänkerer und Mobber in seinem Leben.

Die Mehrheit seiner Familie und Freunde unterstützt ihn. Jamie will seine Leidenschaft, ein Performer als Drag Queen zu sein, mit der Welt teilen. Das Bühnen-Musical erzählt schwungvoll von den Auswirkungen auf sein soziales und sein familiäres Leben. Immer an seiner Seite ist die Mutter Margaret Campbell, ein wahrer Schatz, wenn die Bemerkung erlaubt ist.

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Vom Bühnen-Hit zum schmissigen Film-Musical

Jamie (Max Harwood) plant, sich zu zeigen, wer er wirklich ist. Der Abschlussball soll seine erste öffentliche Bühne sein. Das geht natürlich schief, der Mief der Provinz und die Borniertheit des Vaters (Ralph Ineson) verletzten den Teenie mit dem weißblondem Jahr. Sein Vater reibt es ihm nochmal so richtig deutlich unter die Nase.

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Der Schulabschlussball war ein Enttäuschung, aber immerhin etwas, worauf Jamie aufbauen kann. Er verbringt Zeit mit einem etablierten Drag-Künstler und kämpft gegen seine Dämonen. Zum ersten Mal tritt er als sein Alter Ego, Fifi La True, vor einem großen Publikum auf. Während Jamie einige offene und intime Momente in der Familie hat und herausfindet, wie stark er wirklich ist, untersucht der Film seine Hoffnungen und Ängste für die Zukunft. Wird er die Akzeptanz bekommen, nach der er sich von seinen Kollegen sehnt, und das Vertrauen, der zu sein, der er wirklich ist?

Im neuen Film-Musical „Alle reden über Jamie“ wird seine Geschichte nacherzählt. Er sieht aus wie aus dem Ei gepellt und was noch erstaunlicher ist, dass er mit seinen zarten 16 Jahren ein sehr knallhartes Selbstbewusstsein an den Tag legt. Der platin-blonde Jamie Campbell hat es als Star geschafft.

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Max Harwood ist Jamie News: „Du bist wie Beyonce!“

Und wer ist der Hauptdarsteller? Der Mittzwanziger Max Harwood ist Jamie News im Musical-Film „Alle reden über Jamie“.

Max ist Engländer, er ist in Basingstoke aufgewachsen und wollte wohl nie etwas anderes werden als Schauspieler und Entertainer. Schnurstracks ging er an die Urdang Academy in London und studierte das Fach Musical-Theater. Sein Bühnen-Debüt hatte Max mit „Frühlings Erwachen“, einem Rock-Musical, das tatsächlich auf dem Drama von Frank Wedekind beruht. Hochkultur, wo man sie nicht unbedingt erwartet hätte, wie wunderbar!

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Sein Film-Debüt feiert Max Harwood nun also mit „Alle reden über Jamie“. Der Schauspieler setzte sich im 12 Monate langen Casting gegenüber 3.500 Konkurrenten durch. Diese Castings fand meistens in Bühnenoutfit statt, inklusive halsbrecherisch hoher Absätze. Wir bewundern den Jungstar allein schon für das Wunder, sich nicht nur nicht ernsthaft verletzt zu haben, sondern auch noch trittfest zu tanzen. Das Theatermusical ist preisgekrönt, was wir dem Film auch von ganzem Herzen wünschen.

An Max Harwoods Seite spielen Richard E. Grant (63, „Downton Abbey“, „Game of Thrones“, „Zeit der Unschuld“) als alternder Drag-Queen-Star, „Happy-Valley“-Star Sarah Lancashire (56) als Jamies Mutter und Ralph Ineson (51) spielt Jamies knurrigen Vater. (Kinotante Katrin)

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