Preview „Nahschuss“: Drama über den letzten zum Tode Verurteilten in der DDR

Preview "Nahschuss": Drama über den letzten zum Tode Verurteilten in der DDR
Preview "Nahschuss": Drama über den letzten zum Tode Verurteilten in der DDR

© Alamode Filmverleih

09.06.2021 22:30 Uhr

Mit "Nahschuss" gelingt Filmemacherin und Fotokünstlerin Franziska Stünkel (Vineta) ein eindringlicher Film über die Todesstrafe in der DDR.

Angelehnt an das Leben des Dr. Werner Teske, der 1981 als letzter Mensch in der DDR im Alter von nur 39 Jahren zum Tode verurteilt und in Leipzig hingerichtet wurde, erzählt sie in herausragenden Bildern die bestürzende Geschichte eines Mannes, der in die Mühlen eines Unrechtssystems gerät und daran zerbricht.

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Kinostart von „Nahschuss“ im August

Zu großen Teilen an Originalschauplätzen gedreht, inszeniert Stünkel mutig und radikal: Durch große Ruhe erzeugt sie eine Intensität und emotionale Dichte, die einem den Atem raubt. Dabei steht der Tiefe und Komplexität in dem starken Spiel von Lars Eidinger (Alle Anderen, Persischstunden) die nuancierte und überzeugende Darstellung von Luise Heyer (Das schönste Paar) und Devid Striesow (Ich bin dann mal weg, Yella) in nichts nach.

Dem Film gelingt es, Licht in ein wichtiges Stück deutscher Geschichte zu bringen, das national wie international kaum bekannt ist. Einen Trailer gibt es bislang nicht.

Kinostart ist am 12. August 2021.

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Darum geht’s in „Nahschuss“

Der junge Franz Walter (Lars Eidinger) hat gerade an der Humboldt-Universität promoviert, als er ein attraktives Angebot vom Auslandsnachrichtendienst der DDR erhält. Geblendet von den vielen Vorzügen, die der neue Job mit sich bringt, nimmt Franz das Angebot an. Gemeinsam mit seiner Freundin Corina (Luise Heyer) genießt er zunächst das neue Leben. In seinem Vorgesetzten Dirk (Devid Striesow) findet Franz einen ihm wohlgesinnten Mentor, der ihm während der gemeinsamen Auslandseinsätze in der BRD mit Rat und Tat zur Seite steht.

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© Alamode Filmverleih

Zunächst scheinen Franz‘ Missionen lediglich dem Informationsbedarf der DDR zu dienen, doch dieser wird bald größer und monströser. Als Franz bei seinen Arbeitsaufträgen plötzlich zu Mitteln greifen muss, die er nicht länger mit seinem Gewissen vereinbaren kann, entschließt er sich auszusteigen – doch der Geheimdienst will ihn nicht gehen lassen. Bald ist Franz bereit alle Grenzen zu überschreiten – und Alles zu riskieren. Franz‘ Überlebenskampf gegen ein erbarmungsloses System beginnt.