Dienstag, 10. März 2020 18:11 Uhr

Prinz Andrew: Keine Kooperation im Epstein-Fall

imago images / AAP

Im Missbrauchsskandal um den US-Multimillionär Jeffrey Epstein haben Ermittler in New York dem britischen Prinzen Andrew nun erneut mangelnde Bereitschaft zur Zusammenarbeit vorgeworfen.

Eigentlich wollte der 60-jährige als Zeuge zur Verfügung stehen. Jetzt macht der Sohn von Queen Elizabeth II. im Fall Epstein allerdings doch dicht.

Prinz Andrew: Keine Kooperation im Epstein-Fall

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Rückzug

„Prinz Andrew hat die Tür zu einer freiwilligen Kooperation vollständig geschlossen“, so der zuständige Staatsanwalt Geoffrey Berman Medienberichten zufolge in der Ostküstenmetropole am Montag. Die Staatsanwaltschaft prüfe nun ihre weiteren Optionen, führte er demnach bei einer Pressekonferenz aus.

Nach Informationen mehrerer US-Medien habe der Buckingham-Palast in London nicht auf Anfragen geantwortet. Auch die britische Botschaft in der US-Hauptstadt Washington wollte sich laut der Tageszeitung ‚New York Times‘ nicht zu einem laufenden rechtlichen Verfahren äußern.

Warten auf Antwort

Staatsanwalt Berman hatte bereits im Januar angegeben, Prinz Andrew im Fall Epstein als Zeugen befragen zu wollen – er ist nicht angeklagt. Das FBI habe seine Anwälte kontaktiert, aber noch keine Antwort bekommen, hieß es.

Der US-amerikanischer Investmentbanker Jeffrey Epstein hatte sich in einem New Yorker Gefängnis im Alter von 66 Jahren vergangenen August das Leben genommen. Ihm war vorgeworfen worden, Dutzende Minderjährige missbraucht und zur Prostitution gezwungen zu haben. Eines seiner Opfer wirft auch Prinz Andrew öffentlich vor, es sexuell missbraucht zu haben.

Das sagte Prinz Andrew

Der Herzog von York bestreitet diese Vorwürfe. Der Royal war jahrelang mit dem verurteilten Sexualstraftäter befreundet und mehrmals Übernachtungsgast auf dessen Anwesen in den USA und in der Karibik. Von den Machenschaften seines Freundes will er eigenen Angaben zufolge jedoch nichts mitbekommen haben.

Nach einem missglückten Interview im vergangenen November, mit dem er eigentlich seinen Ruf wiederherstellen wollte, beschloss der Prinz, seine Aufgaben als Mitglied der Königlichen Familie vorerst ruhen zu lassen. Damals hatte er mitgeteilt, allen zuständigen Ermittlungsbehörden helfen zu wollen, sollte dies erforderlich sein. (dpa/KT)

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