05.11.2013 23:20 Uhr

Prinz Charles wegen Steuern unter Beschuss

Es ist wohl alles andere als die feine englische Art, die Prinz Charles mit seinem Feinkost-Geschäft betreibt, denn bisher wurden seine Zusatzeinnahmen nicht versteuert.

Abgeordnete des britischen Unterhauses fordern nun, dass es keine Steuer-Ausnahme mehr geben soll und Prinz Charles nun Abgaben für die von ihm produzierten Delikatessen zahlen muss.

Auf seinem 50.000 Hektar großen Anwesen im Herzogtum Duchy of Cornwall betreibt der ewige Thronfolger nicht nur Land- und Forstwirtschaft, sondern verkauft auch die sogenannte „Duchy“-Feinkost. Die Einnahmen, die der 64-Jährige daraus erzielt, werden jedoch offenbar nicht ordnungsgemäß versteuert, sondern fließen abzugsfrei in sein eigenes Sparschwein.

Laut dpa ist das bisher möglich gewesen, da Charles genau wie alle anderen Mitglieder der königlichen Familie, Steuer-Vorteile genießt. Doch genau das soll bald ein Ende haben, denn das britische Unterhaus fordert nun, dass die Ausnahmen in bestimmten Fällen aufgehoben werden.

Laut Abgeordneten-Bericht hat er im letzten Fiskaljahr rund 34 Millionen Euro erwirtschaftet, wovon 19 Millionen direkt auf sein Konto gingen. Hinzu kommt, dass er keine Steuern zahlen muss, da das Herzogtum nicht als Unternehmen gilt.

Um weiteren Wirbel zu vermeiden zeigte sich der 64-Jährige bereits ein wenig einsichtig und erklärte sich bereit, zumindest Einkommensteuer zu zahlen. (KV)

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