Montag, 27. November 2017 21:50 Uhr

Prinz Harry & Meghan Markle: Der Ort war mit Bedacht gewählt

Prinz Harry und die US-Schauspielerin Meghan Markle wollen heiraten. Darüber haben wir viele den ganzen Tag berichtet. Die Queen ist außer sich vor Freude. Das Paar zeigt sich, sichtlich nervös, den Kameras und gibt erste Details preis.

Die Hochzeitsglocken sollen im nächsten Frühjahr läuten. Die Queen und Prinz Philip seien „außer sich vor Freude für das Paar und wünschen ihnen alles Glück“, teilte ein Sprecher des Buckingham-Palasts mit.

Am Nachmittag traten der 33-jährige Harry und seine 36-jährige Verlobte vor die Kameras im Garten des Kensington-Palasts. Sichtlich nervös nestelte Harry an seinem Jackett herum, bevor er den wartenden Fotografen verkündete, dass es Liebe auf den ersten Blick gewesen sei: „Wann wusste ich, dass sie die Richtige ist? Beim ersten Mal, als wir uns gesehen haben“, rief Prinz Harry ihnen zu. Markle sagte sie sei „sehr glücklich“.

Diana war oft in dem Garten

Der Ort war mit Bedacht gewählt: In dem Garten hatte Harrys verstorbene Mutter Diana viel Zeit verbracht, erst im Sommer war er in Erinnerung an sie weiß bepflanzt worden. In den Diamantring, den Markle in die Kameras hielt, sind Edelsteine eingearbeitet, die einst Diana gehörten. Ein großer Diamant in der Mitte stamme aus Botswana, teilte der Kensington-Palast mit. Den Ring habe Harry selbst entworfen. Er unterstützt in Botswana ein Hilfsprojekt für HIV-infizierte Kinder und Aidswaisen.

Den Heiratsantrag soll Harry seiner Freundin im November in London gemacht haben. Er habe zuerst seine Großmutter, Queen Elizabeth II., und weitere enge Familienmitglieder in Kenntnis gesetzt, hieß es in einer Mitteilung des Palasts.

Harrys Vater Prinz Charles zeigte sich „wirklich sehr glücklich“ über die Ankündigung. Bruder Prinz William und Herzogin Kate ließen wissen, sie seien „sehr aufgeregt“. „Es war wundervoll, Meghan kennenzulernen und zu sehen, wie glücklich sie und Harry miteinander sind.“

Auch Markles Eltern zeigten sich begeistert. „Wir freuen uns unglaublich für Meghan und Harry“, hieß es in einer Mitteilung im Namen von Harrys künftigen Schwiegereltern Thomas Markle und Doria Ragland (wir berichteten).

Imagewandel bei Prinz Harry

Die US-Schauspielerin mit aforamerikanischen Wurzeln war mit dem Talent-Manager Trevor Engelson verheiratet, von dem sie sich vor im August 2013 scheiden ließ.

Harry hatte sich zu Beginn der Beziehung massiv über „Sexismus und Rassismus“ beklagt, mit der seine Freundin im Vereinigten Königreich konfrontiert worden sei. Der Prinz hat unterdessen einen Imagewandel durchgemacht.

Früher war er der „Party-Prinz“, doch längst ist der mittlerweile 33 Jahre alte Harry ruhiger geworden. Als ganz junger Mann fiel der Rotschopf vor allem durch Saufgelage und Frauengeschichten auf. Sein bekanntester Fehltritt ereignete sich im Jahr 2005: Der damals 20-Jährige erschien mit einer Hakenkreuzbinde auf einer Kostümparty. „Harry the Nazi“ titelte die Boulevardzeitung „The Sun“ anschließend, ein Empörungssturm war die Folge.

In den vergangenen Jahren hatte Harry zunehmend seriösere Auftritte. Er diente zehn Jahre in der Armee, wurde dort zum Hubschrauberpiloten ausgebildet und war zweimal in Afghanistan im Einsatz. Im Juni 2015 beendete Harry seinen Dienst. Bis dahin war er in der Hierarchie zum Captain aufgestiegen. Schon während seiner Zeit in den Streitkräften engagierte sich der Prinz für wohltätige Zwecke.

So machte er viele Positiv-Schlagzeilen mit seinem Einsatz für aidskranke Kinder in Afrika oder versehrte Veteranen. Für seine „Invictus Games“ zugunsten dieser Veteranen überzeugte er den damaligen US-Präsidenten Barack Obama, dessen Frau Michelle und seine Großmutter, Queen Elizabeth II., davon, in einem Twitter-Duell mitzuwirken, das zum viralen Hit in den sozialen Medien wurde.

Bei Frauen gilt der jüngere Sohn von Prinzessin Diana als höchst beliebt, britische Medien bezeichneten ihn in seinen Solo-Zeiten gern als den begehrtesten Junggesellen. Seine sportliche Figur und der Ruf, ein Rebell zu sein, kommen ihm da zugute. Sein großer Bruder William wird von vielen als langweiliger und steifer wahrgenommen. Ganz anders der jüngere Prinz: Harry lässt kaum eine Gelegenheit aus, hinter einem Ball hinterherzurennen oder mit Kindern herumzualbern. (dpa/KT)

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