Prinz Philip, der König der Fettnäpfchen: Seine 26 unverschämtesten Sprüche

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09.04.2021 15:46 Uhr

Prinz Philip, der ungekrönte König der Fettnäpfchen, ist von uns gegangen. Seine legendären Sprüche bleiben. Hier haben wir die berüchtigsten herausgekramt.

Seine sprachlichen Ausrutscher und bissigen Kommentare oder eben Missverständnisse sind legendär. Unvergessen sind Anekdoten wie diese: Als Hollywoodstar Cate Blanchett (51) 2008 im Buckingham-Palast die Bekanntschaft von Prinz Philip machen durfte, verriet sie auf Nachfrage, sie arbeite „in der Filmindustrie“. Also hielt Philip den Star für eine Technikerin…

Wie schräg das ausging, verraten wir weiter unten…

Prinz Philip, der König der Fettnäpfchen: Seine 20 unverschämtesten Sprüche!

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Danke für die Beleidigungen

Oder bei einer Begegnung mit einer Gruppe orientalischer Bauchtänzerinnen sagte seine königliche Hoheit überrascht: „Ich dachte, orientalische Frauen sitzen den ganzen Tag nur rum, rauchen Wasserpfeife und essen Süßigkeiten“. „Das tun wir auch manchmal“, gab Tänzerin Beverly Richards zurück und sagte: „Er schaute uns an und sagte mit einem Lächeln ‚Das sehe ich‘.“

Die Tänzerin versicherte jedoch, sie und ihre Kolleginnen fühlten sich nicht beleidigt, sondern sogar geehrt. „Es ist eine Ehre, von einem Mitglied des Königshauses beleidigt zu werden. Das ist etwas, das man seinen Enkelkindern noch erzählt.“

Prinz Philip, der König der Fettnäpfchen: Seine 20 unverschämtesten Sprüche!

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Prinz Philip, der berühmteste Gedenktafel-Enthüller

Im Sommer 2018 war Prinz Philip in Rente gegangen. Im Alter von 96 Jahren war die Entscheidung, von der Bühne abzutreten, mehr als verständlich. Doch nicht nur für Liebhaber der Royals war das damals ein Verlust. Denn mit dem „erfahrensten Gedenktafel-Enthüller aller Zeiten“, wie sich der Gatte der Queen einmal selbst spöttisch titulierte, ist auch einer der bissigsten Kommentatoren von der Weltbühne abgetreten.

Schließlich sind die schrägen Sprüche des Prinzen Legende. Ob Präsidenten und Regierungschefs anderer Staaten, Bewohner des einstigen britischen Empires oder Stars und Sternchen aus der Showbranche – im Laufe des jahrzehntelangen Wirkens des Prinzen bekam so gut wie jeder einmal sein Fett ab.

Der ruppige Prinz

Ein Buch versammelt die größten sprachlichen Schnitzer von Prinz Philip. Wer den traurigen Tod des Prinzen bedauert, der kann in dem Buch „Royally Incorrect“ in Erinnerungen schwelgen. Es vereinigt nicht nur die besten Sprüche von Prinz Philip, sondern versucht zumindest ansatzweise auch die Hintergründe der politischen Inkorrektheit des Herzogs von Edinburgh zu ergründen. Manche der hier aufgeführten Sprüche sind oft zitiert und dadurch fast schon Allgemeingut geworden, andere nicht weniger köstliche Ausrutscher des Prinzgemahls gilt es noch zu entdecken.

Was manchmal vergessen wird: Prinz Philips Kindheit und Jugendjahre waren alles andere als ein Zuckerschlecken. Schon als Kleinkind musste der Sohn des Prinzen Andreas von Griechenland und Dänemark und seiner Frau Alice von Battenberg ins Exil. Nach der Trennung der Eltern und der Erkrankung seiner Mutter an Schizophrenie lebte er jahrelang bei verschiedenen Verwandten und später in Internaten. In dieser schwierigen Jugend, so Autor Rory Scarfe, lernte Prinz Philip eine Mauer um sich zu bauen und keine Verletzungen an sich heranzulassen.

Prinz Philip, der König der Fettnäpfchen: Seine 20 unverschämtesten Sprüche!

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Unhöflich und ungezogen

Das führte zu einer gewissen Ruppigkeit, die der junge Prinz im Jahr 1942 einmal selbst in einem Brief an einen Verwandten einräumte: „Ich bin unhöflich und ungezogen, und ich mache viele unpassende Bemerkungen, die andere Leute treffen, was mir im Nachhinein klar wird. Dann tut es mir immer leid, und ich versuche, die Angelegenheit wieder in Ordnung zu bringen.“ Vor diesem Hintergrund dürfte es Prinz Philip schwer gefallen sein, sich nach seiner Heirat dem Reglement höfischer Etikette zu unterwerfen.

Als Botschafter des Vereinigten Königreichs mangelte es ihm bei seinen weit über 600 Reisen rund um die Welt auffallend häufig an diplomatischer Finesse. Geradezu legendär ist sein Auftritt beim Präsidenten von Nigeria im Jahr 2003. Als dieser ihn in einer landesüblichen bestickten, langen Robe empfing, konstatierte Philip: „Sie sehen aus, als wollten Sie schon ins Bett gehen!“ Ebenfalls fast schon Kultstatus hat seine Bemerkung erlangt, mit der er im australischen Queensland 2002 einen Stammesführer der Aborigines begrüßte: „Werft ihr eigentlich immer noch mit Speeren aufeinander?“.

Prinz Philip, der König der Fettnäpfchen: Seine 20 unverschämtesten Sprüche!

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„Im Schlafzimmer einer Nutte“

Doch nicht nur in der Ferne, auch im heimatlichen Großbritannien hat sich der Herzog von Edinburgh mit seinen verrutschten Bemerkungen nicht nur Freunde gemacht. Einen schottischen Fahrlehrer verblüffte er einmal mit folgender Frage: „Wie schaffen Sie es bloß, die Einheimischen lange genug vom Alkohol fernzuhalten, dass sie die Prüfung ablegen können?“.

Prinz Philips Bissigkeit macht selbst vor der eigenen Familie nicht halt. So charakterisierte er seine Tochter Anne, eine ausgesprochene Pferdenärrin, wenig taktvoll mit diesen Worten: „Wenn es nicht furzt oder Heu frisst, ist sie nicht interessiert.“ Wenig Begeisterung zeigte er für das Haus seines Sohnes Andrew. Sein Sohn logiere im „Schlafzimmer einer Nutte“, ätzte Philip. Seine Frau, Königin Elizabeth, nennt der Prinzgemahl angeblich „Kohlkopf“ oder „Würstchen“. Klingt nicht gerade charmant, soll aber liebevoll gemeint sein.

Gut dass die Queen über „Toleranz im Überfluss“ verfügt, wie der Prinz Philip einmal anmerkte. Mehr Lob von einem Lästermaul geht nun wirklich nicht.  (Sibylle Peine, dpa/KT)

Prinz Philip, der König der Fettnäpfchen: Seine 20 unverschämtesten Sprüche!

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Prinz Philip: Noch 20 unverschämte Sprüche

– Zu einem Gast im Buckingham Palast: „Warum haben Sie einen Stock, wenn Sie im Rollstuhl sitzen?“

– Philip fragte einen Bahnarbeiter nach dessen Aufstiegs-Chancen. Daraufhin der: „Ach, da müßte schon mein Boss sterben“. Philip: „Genau wie bei mir.“

– Ein Tourist rief ihm über den Palastzaun zu: „Mein Sohn hat heute Geburtstag!“ Philip: „Na und?“

– Beim Staatsbesuch in Kanada bekam er einen Cowboyhut geschenkt: „Was, noch einen? Na ja, ich werde ihn als Blumentopf benutzen.“

– 1997 begrüßte Philip auf der Hannover-Messe Kanzler Helmut Kohl mit den Worten: „Willkommen, Herr Reichskanzler!“

– Über Waisenhäuser in Osteuropa: „Man hat den Eindruck, dass sie dort nur brüten, um die Kinder in die Waisenhäuser zu bringen.“

– In Australien fragte er einen Ureinwohner: „Werft ihr noch immer mit Speeren aufeinander?“

– Als er bei einer Werksbesichtigung in England einen wackeligen Sicherungskasten entdeckte: „Den wird wohl ein Inder angebracht haben.“

– Als ihm ein Geschenk von einer Kenianerin überreicht wird, sagte Philip: „Sie sind doch eine Frau, oder?“

– Eine Rollstuhlfahrerin wies er zurecht, sie sei ein „Sicherheitsrisiko in dem Ding“.

– Dem Landestracht tragenden Präsidenten von Nigeria sagte er: „Sie sehen aus, als wollten sie gleich ins Bett gehen.“

– Beim Staatsbesuch in Den Haag: „Schaut euch diese Holländer an – haben Gesichter wie Hintern!“

– Bei einem Besuch in Cardiff (Wales) sagte er zu einer Gruppe tauber Kinder, die neben Trommlern aus Jamaika stand: „Taub? Kein Wunder, daß ihr taub seid, wenn ihr so dicht an diesem Lärm steht …“

– Als ein indischer Fotograf vor seinen Augen vom Baum purzelte und sich ein Bein brach: „Schade, daß er sich nicht das Genick gebrochen hat.“

– Die Eröffnungsfeier bei der Olympia 2012 in London sollte gestrichen werden:  „Worum geht es bei so einer Olympiade – um Wettkämpfe oder um Zeremonien?“

– Bei einem Empfang in London zu einem Schwarzen: „Und aus welchem exotischen Teil der Welt kommen Sie, mein Freund?“ Der Angesprochene: „Aus Birmingham, Sir, der zweitgrößten Stadt Englands.“ (Es war Lord Taylor of Warwick, der höchstrangigen Schwarzen unter den Politikern der Konservativen Partei Großbritanniens).

– Zu Hollywoodstar Cate Blanchett, nachdem sie ihm sagte, dass sie im Filmbusiness arbeite: „Das trifft sich gut, könnten Sie mir nicht mein kaputtes DVD-Gerät reparieren? Da steht ein Kabel hinten an dem Gerät raus. Könnten Sie mir sagen, wo das hingeht?“

– In London brachte er einen Jungen zum Weinen, der Astronaut werden wolle. Das ginge nicht, so der Prinz, „du bist zu fett.“

– Als er mit der Königin einer schriftlichen Einladung in eine Romforder Schule in der Grafschaft Essex folgte, fragte er einen Jungen: „Ah, du bist derjenige, der den Brief verfasst hat. Dann kannst du also schreiben? Ha, ha, bravo!“

– Bei einem Chinabesuch riet er einem britischen Studenten, nicht zu lange im Reich der Mitte zu bleiben, „sonst kriegen Sie noch Schlitzaugen“.