Samstag, 16. August 2014 10:50 Uhr

Promi Big Brother: Was wir von „Richter Gnadenlos“ Ronald Schill erwarten können

„Richter Gnadenlos“ ist ins Big-Brother-Haus eingezogen.

Ronald Schill legte bekanntlich eine beispielhafte Karriere als Richter, mit der Schill-Partei (19,4 Prozent bei der Hamburger Bürgerschaftswahl) und Hamburger Justiz-Senator hin, stürzte dann nach Kokain-Vorwürfen jäh ab und landete 2008 in Rios Favelas, wo er jetzt lebt. Der 55-jährige ist zweifelsfrei eine der umstrittensten Figuren im Promi-Big-Brother-Haus.

Promi Big Brother: Was wir von "Richter Gnadenlos" Ronald Schill erwarten können

Ein Verdienst bleibt Schill: Wir haben ihm die blauen Polizeiuniformen zu verdanken! Bei seinem Einzug am Freitagabend sagte er: „Ich fühl mich wie Uli Hoeneß bei seinen letzten Stunden in Freiheit“. Und der Ex-Richter rührte schon in der Auftaktsendung die Werbetrommel für seine Autobiographie ‚Der Provokateur‘. Darin stehen so prosaische Sachen wie „Mein Schwanz brach mir das Genick.“ … womit man nun weiß, wie man Schill einzuordnen hat.

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SAT.1 führte Schill ihm ein Interview vor dem Einzug, dass wir der geneigten Leserschaft nicht vorenhalten möchten.

Was erwarten Sie von Ihrem Einzug ins „Promi Big Brother“-Haus?
Ich erwarte neue Eindrücke, neue Abenteuer und Psychologie. Ich gehe davon aus, dass dieses Format irgendwann das Schlechteste in den Teilnehmern zum Vorscheinbringen wird.

Was werden Sie im Haus wohl am meisten vermissen?
Mein Bett, insbesondere gutes Schlafen – also alleine in Ruhe zu Schlafen. Ich habe gehört, es gibt dort nur zwei Schlafsäle – das sind ja schlechtere Bedingungen als im Gefängnis.“

Was muss das Haus haben, damit Sie sich wohlfühlen?
Ich brauche einen Whirlpool, einen Swimming Pool und andere Sportmöglichkeiten, leckeres Essen und nette Mitspieler!

Promi Big Brother: Was wir von "Richter Gnadenlos" Ronald Schill erwarten können

24-Stunden-Kameraüberwachung: Macht die Vorstellung Ihnen zu schaffen?
Ich habe keine Angst vor den Kameras. Es ist ja auch nur konsequent, da ich vorher als Innenminister schon nicht gegen Überwachung war, dass ich mich jetzt diesen hundert Kameras aussetze. Sie stören mich nicht, machen mir aber auch keine Freude.

Was können die Zuschauer von Ihnen erwarten?
Sie bekommen von mir auf jeden Fall erfrischende Dialoge und einen erfrischenden Meinungsaustausch mit den durchaus spannenden, anderen Teilnehmern, die ja aus ganz anderen Gebieten kommen als ich.

Gibt es eine Situation in der Sie auf keinen Fall gefilmt werden möchten?
Nein. Ist mir alles völlig egal!

Handy und Internet – Fehlanzeige! Wie lange halten Sie es ohne aus?
Ohne Handy und Internet zu sein ist für mich überhaupt kein Problem. Ich lebe in Rio de Janeiro auch ohne iPhone und komme damit sehr gut klar. Ich bin nicht so abhängig von diesen elektronischen Hundeleinen.

Glauben Sie Ihnen dass sich eher freundschaftliches WG-Feeling oder der große Lagerkoller entwickeln wird? Es könnte ja auch Richtung Kommune gehen. Die Kommune 1968 mit Uschi Obermaier und Rainer Langhans könnte man ja im Promi Big Brother-Haus auch verwirklichen. Kommunismus ist ja etwas, was sich innerhalb einer Kommune durchaus bewähren kann. Im normalen Leben ist das zum Scheitern verurteilt. In einer Kommune konnte man letztendlich alles zum Gemeingut erklären lassen – einschließlich der Menschen. Wer wäre Ihr Traummitbewohner? Gottlieb Wendehals! Im Haus ist bei Matches Teamwork gefragt. Sind Sie eher ein Alphatier oder ein Mitläufer? Das hängt von den Aufgaben ab. Wenn die Matches okay sind und mir Freude bereiten, mache ich da gerne mit. Wenn nicht, dann nicht!

„Promi Big Brother“ trägt in diesem Jahr den Untertitel „Das Experiment“. Was stellen Sie sich darunter vor?
Es geht um das Experiment wie zwölf Personen unter totaler Abschirmung und ohne Kommunikationsmittel miteinander auskommen. Ich habe ja die Hypothese, dass dieses Experiment das Schlechteste von uns zum Vorschein bringen wird. Erst Mal wird Harmonie herrschen, die dann letztendlich umschlägt.“

Was würden Sie mit den 100.000 Euro Gewinn machen?
Mein Leben würde sich dadurch nicht besonders verändern. Vielleicht wu?rde ich mir in Rio de Janeiro ein Boot kaufen!“

Das ist aber nicht der treibende Grund, warum Sie bei „Promi Big Brother“ mitmachen?
Nein. Die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen ist ja auch zu gering. Sind ja nur acht Prozent!!

Fotos: SAT.1/Willi Weber

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