Donnerstag, 7. Mai 2020 15:09 Uhr

„Promis unter Palmen“: So ging’s mit den Krawallschwestern weiter

Foto: SAT.1/Willi Weber

Eigentlich sollte es um Aufarbeitung, Aussprache und Versöhnung gehen. Stattdessen dominierten Zoff und Ego-Show das Wiedersehen der Teilnehmer von „Promis unter Palmen“.

Désirée Nick, Claudia Obert, Tobi Wegener, Matthias Mangiapane, Carina Spack, Janine Pink, Eva Benetatou und Ennesto Monté werden im Studio von Moderator Jochen Schopp mit dem Erlebten und Highlights aus der Staffel konfrontiert. Ronald Schill war aus Rio geschaltet. Wer hat wem noch was zu sagen? Zu sagen gab es nicht wirklich viel. Stattdessen wurde fleissig weiter gezetert, beleidigt – und natürlich auch geheult.

"Promis unter Palmen": So ging's mit den Krawallschwestern weiter

Foto: SAT.1/Willi Weber

Das neue Trash-Format „Promis unter Palmen“ hat in den letzten Wochen für jede Menge Schlagzeilen gesorgt. Und nicht nur für gute – Stichwort: Mobbing-Skandal. In der Nachbereitung sollte nun ein Aufarbeitung stattfinden. Soweit die Theorie.

One-Woman-Zeter-Show

In der Realität wurde die Aussprache zur absoluten One-Woman-Show von Désirée Nick. Die selbsternannte „Achse des Bösen“ unterbrach ständig, beantwortete ungefragt Fragen und quatschte permanent. Das ging nicht nur dem Zuschauer gehörig auf die Nerven, sondern auch der schwäbischen Schnapsdrossel Claudia Obert. Kurzerhand verließ sie das Studio fluchend mit den Worten: „Ich muss auf Toilette, sagt Bescheid, wenn die fertig ist.“ La Nick beleidigte weiter, dass Obert „innerlich hohl“ sei und „kein Hirn“ habe, bis Sat.1 den Lästerschwestern einfach den Ton abdrehte.

Und sonst so? Nicht viel Erfreuliches – und wahrlich auch nicht viel Entertainment. Bastian Yotta, der Gewinner des Trash-Formats, fehlte beim Wiedersehen. Sat.1 habe ihn ausgeschlossen, denn der Sender stehe zu seinem Wort, nach Yottas frauenverachtenden Videos nicht mehr mit ihm zusammenarbeiten zu wollen, erklärte Moderator Jochen Schropp. Warum aber Lustmolch und Grabscher Schill per Schalte aus Brasilien weiterhin über sein Frauenbild fachsimpeln durfte, bleibt wohl ein ewiges Rätsel.

Tränen bei Tobi

Dagegen wirkte es fast sympathisch, als Mobberin Carina Spack sich bei Claudia entschuldigte und dann noch anprangerte, dass Nick ihr Mobbing vorwerfe, und sie als „billiges Flittchen“ bezeichnete, „das sich erst zur Schlampe hocharbeiten müsse.“ Spacks Konter: “Es ist kein Talent, jemanden zu beleidigen.”

"Promis unter Palmen": So ging's mit den Krawallschwestern weiter

Foto: SAT.1/Willi Weber

Und: Es bleibt nicht ohne Folgen, wie Ennesto Monté verriet. Carina habe ihn vor der Sendung weinend angerufen. Sie hätte Angst, erneut auf Nick zu treffen. Ennesto: „Es ist ein falsches Zeichen für mich, wenn ein junger Mensch nach einer TV-Show Angst hat, sich mit Kollegen zu treffen.“ Während er berichtete, kullerten bei Carina die Tränen.

Und auch Tobi zeigte sich wieder sehr nah am Wasser gebaut, als Ex-„Bachelor“-Kandidatin Eva ihren Angriff auf seine (jedenfalls innerlich) zarte Person fortsetzte. Bereits in der Show hatte sie ihm nach ihrem Rauswurf vorgeworfen, dass er ein Fake sei und ein falsches Spiel spielen würde. Teddy Tobi als berechnender Dämagoge?

"Promis unter Palmen": So ging's mit den Krawallschwestern weiter

Foto: SAT.1/Willi Weber

Diesen Vorwurf versteht der Angegriffene bis heute nicht. Daher fragt er nach: „Aber warum bin ich fake? Du äußerst dich so viel negativ über andere Leute. Da muss ich wieder heulen, wenn ich höre, dass ich fake bin. Das greift mich an“, sagte er und: kämpfte mit den Teddy-Tränen.

Irgendwann war es an Claudia, den Abend zusammenzufassen: „Die Leute konnten sich ein Bild machen, was soll diese große Aussprache?“ Und Eva merkt an: „Heute sitzen wir hier und keiner hat so richtig gelernt, weil es genauso weitergeht.“

"Promis unter Palmen": So ging's mit den Krawallschwestern weiter

Foto: SAT.1/Willi Weber

Zum Schluß weiß dann niemand mehr: Ist das noch Show oder doch nur Beleidigung? Wie viel Trash verträgt das TV? Am Ende der angeblichen Aussprache lag sich jedenfalls niemand in den Armen, noch haben sich neue und echte Freundschaften ergeben. Und die Moral von der geschicht? Verlass dich auf die Promis nicht! Jedenfalls nicht in allen Lebenslagen…

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