Montag, 16. Mai 2011 15:12 Uhr

„Raabs Song für Baku“: Wieviel Stefan verträgt der Eurovision Song Contest?

Berlin/Düsseldorf. Moderator Stefan Raab und seine Co-Moderatorinnen Anke Engelke und Judith Rakers bekamen nach dem Auftritt beim Eurovision Song Contest viel Lob. Allerdings gibts ja auch erste abenteuerliche Berichte darüber, dass Raab seinem Ziehkind die Show vermasselt habe, weil er sich beim Opening der Finalshow am letzten Samstag mit der Rockabilly-Version von ‚Satellite‘ in den Vordergrund gedrängelt und Lena somit um einen besseren Platz gebracht habe. Ach Gottchen!

Wie dem auch sei: Wird die ProSieben Allzweckwaffe Stefan Raab (44) im nächsten Jahr also wieder beim Eurovision Song Contest mitmischen?
Der Moderator (‚tv total‘) hat den Wettbewerb, der vor zwei Jahren bei den deutschen Zuschauern kaum noch Interesse fand, aus dem Sumpf gezogen und das Publikum war begeistert von der Show.

Nach dem gelungenen Show-Wochenende in Düsseldorf fragt sich die Nation jedenfalls, wie es weitergehen wird mit dem Eurovision Song Contest und seinem deutschen Macher Raab.

So liegt es ja nahe, mit einer Fortsetzung wie ‚Unser Song für Baku‘ (oder eben ‚Raabs Song für Baku‘) dem Star wie die letzten beiden Male freie Hand zu lassen und neue Sternchen und Superquoten zu produzieren. Doch beim öffentlich rechtlichen Sender ARD hält man sich derzeit noch bedeckt.

ARD-Unterhaltungschef Thomas Schreiber zeigte sich derzeit noch zurückhaltend. Man sei im Gespräch, bräuchte noch etwas Zeit zum Nachdenken. Es gäbe jedoch „schon Ideen im Kopf, aber die müssen erst einmal reifen“, erklärte er laut der ‚Berliner Morgenpost‘.
Jörg Grabosch, geschäftsführender Gesellschafter von Raabs Produktionsfirma Brainpool, zeigte sich hingegen optimistisch: „Da liegt es eigentlich auf der Hand, das fortzusetzen. Wir wären sicher dabei.“

Die ‚Rhein Zeitung‘ bescheinigt Raab jedoch einen „ungesunden Ehrgeiz“ mit der er auf Punktejagd gehe und vergleicht ihn berechtigterweise mit Ralph Siegel, der sich jahrzehntelang wenigstens immer einer nationalen Konkurrenz stellen mußte, die er nicht beeinflussen konnte. Raab jedoch suche sich seine Konkurrenz eben selber aus. Der Kommentator des Blattes fügte hinzu.: „Die Gefahr ist groß, dass der Weg ganz schnell in eine Sackgasse führt, dass der heimische Musikmarkt in seiner Vielfalt ausgebremst wird. Denn während Siegel sich noch gegen nationale Konkurrenz durchsetzen musste, bestimmte Raab inzwischen, dass nur er sich Konkurrenz machen darf.“

Das aber wird dem Meister inzwischen egal sein. Keiner vor ihm engagierte sich so hartnäckig beim Eurovision Song Contest. Außer Ralph Siegel. (k-t, Cover)

Foto: ARD/Rolf Klatt, EBU/Pieter Van den Berghe

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