12.06.2020 17:02 Uhr

Rassismusvorwurf: Meghans Freundin Jessica Mulroney unter Beschuss

Herzogin Meghans beste Freundin, die Stylistin Jessica Mulroney, steht in der Kritik. Grund dafür ist der Streit mit einer dunkelhäutigen Influencerin, bei dem es um Rassismus ging.

imago/PA Images

Für Herzogin Meghan Markles (37) beste Freundin, die Stylistin Jessica Mulroney (40), kommt es knüppeldick: Nach Rassismusvorwürfen ist sie zwei ihrer Jobs los. Der Auslöser ist ein Streit zwischen Mulroney und der kanadischen Influencerin Sasha Exeter.

Was war geschehen? Exeter veröffentlichte am gestrigen Donnerstag (11. Juni) ein Video auf ihrem Instagram-Kanal, in dem sie Mulroney beschuldigt, einen ihrer Antirassismus-Aufrufe „persönlich“ genommen zu haben. Daraufhin sei ein Streit zwischen den beiden Frauen entbrannt. Dieser sei dermaßen eskaliert, dass Mulroney die Influencerin, im Privaten, nicht nur beleidigt, sondern auch gedroht haben soll, ihre Geschäfte zu boykottieren. Mulroney gilt im Allgemeinen als gut vernetzt.

Von dieser Drohung sei Exeter „gelähmt vor Angst“ gewesen. „Wie Jessica die Existenzgrundlage einer alleinerziehenden, schwarzen Frau in dieser Rassismus-Pandemie, die wir gerade erleben, bedroht, ist für mich unglaublich“, so Exeter. Den genauen Wortlaut der Drohung oder Screenshots von der Auseinandersetzung veröffentlichte die Influencerin allerdings nicht.

Mulroney entschuldigt sich – droht aber mit Klage

Mulroney entschuldigte sich umgehend bei Exeter. In einem langen Eintrag auf Instagram schreibt sie unter anderem: „Sasha hat völlig zurecht angeprangert, dass ich nicht genug dafür mache, an der schwierigen Diskussion rund um Ethnien und Ungerechtigkeit in der Gesellschaft teilzunehmen. Ich habe das persönlich genommen und das war falsch. Ich weiß, dass ich besser werden muss. Wir, die eine Plattform haben, sollten sich äußern“, so die 40-Jährige.

Ihre Entschuldigung sei ehrlich gemeint und sie habe nie Exeters Lebensgrundlage bedrohen wollen. Außerdem kündigte Mulroney an, sich in den nächsten Tagen aus den sozialen Medien zurückzuziehen. Sie wolle ihren Account dunkelhäutigen Mitbürgern überlassen, damit diese ihre Geschichte erzählen könnten. Sie selbst wolle die Zeit nutzen, um „zu reflektieren, zu lernen und zuzuhören“. Sie habe auch Exeter angeboten, ihren Instagram-Account zu übernehmen.

Quelle: instagram.com

Offenbar nur ein Lippenbekenntnis. Denn Exeter veröffentlichte ihrerseits in einer Instagram-Story einen Screenshot von einer Privatnachricht, die sie von Mulroney erhalten habe. Darin droht die 40-Jährige mit einer Verleumdungsklage. „Das passiert, wenn du jemanden mit Privilegien und Reichtum anprangerst: Sie entschuldigen sich öffentlich, um ihr Image zu bewahren, während sie dir im Privaten mit einer Klage drohen, um dich ruhig zu stellen“, so Exeters Kommentar dazu.

Erste Jobs gehen verloren

So oder so hat der Streit für Mulroney bereits erste Konsequenzen. Ihre Sendung „I Do Redo“ wurde vom TV-Sender CTV mit sofortiger Wirkung aus dem Programm genommen. Mulroney ist darin nicht nur die Moderatorin, sondern auch die Stylistin. „Das Verhalten von Jessica Mulroney widerspricht unserem Einsatz für Vielfalt und Gleichheit“, heißt es in einem Statement des Senders auf Instagram.

Quelle: instagram.com

Auch die Kaufhauskette Hudson’s Bay distanzierte sich von Mulroney. „Angesichts der jüngsten Ereignisse, wird Jessica Mulroney weder Hudson’s Bay noch Kleinfeld Kanada als Mode- und Hochzeitsexpertin vertreten“, heißt es in einem Post auf der Instagram-Seite des Unternehmens.

Quelle: instagram.com

(rto/spot)

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