Samstag, 28. Dezember 2013 19:51 Uhr

Raus aus den Schulden mit André Rieu

André Rieu war vor vier Jahren mit 34 Millionen Euro verschuldet.

Raus aus den Schulden mit André Rieu

„Alles gehörte der Bank“, sagte der niederländische Violinist und Orchesterleiter der dpa in Köln. Aufgrund einer Viruserkrankung hatte er damals zwei internationale Tourneen absagen und entsprechend herbe Verluste verkraften müssen.

Rieu startet am Neujahrstag in Köln eine große Deutschland-Tournee mit 27 Konzerten. Im Interview erzählt er davon, was die Besucher erwartet. Aber auch über seine schwere Krise spricht er offen.

Herr Rieu, wie häufig müssen Sie heute noch auf Ihrer Stradivari üben?
Ich habe insgesamt drei Geigen, eine davon ist eine Stradivari von 1732, ein sehr schönes Instrument, das Antonio Stradivari fünf Jahre vor seinem Tod gebaut hat. Ich übe jeden Tag. Ohne das kann man keine dauerhafte Leistung auf dem Niveau bringen.

Vor einiger Zeit waren Sie längere Zeit krank und hatten auch hohe Schulden. Haben Sie diese Krise mittlerweile überwunden?
Ja, absolut. Ich musste 2012 aufgrund einer Viruserkrankung drei Monate pausieren. Ich war einfach überarbeitet, ständig auf Tour. Die Krankheit hat mir damals viel mehr Angst gemacht als die Schulden. Bei den Schulden war ich sicher, dass ich sie überwinden würde. Also habe ich mein Leben komplett geändert, treibe regelmäßig Sport, mache Krafttraining, ernähre mich gesund und fühle mich sauwohl.

Markus Lanz Show 13112013

Schulden haben viele Menschen, auch solche, von denen man es wie in Ihrem Fall nicht erwarten würde. Was raten Sie denen, wie kommt man da wieder raus?
Ich war 2009 mit 34 Millionen verschuldet, alles gehörte der Bank. Mein Studio, meine CDs, meine Stradivari, die Rechte an meinem Namen – alles. In meinem Fall hat die Bank gesagt: „Wir glauben an Dich, spiel‘ weiter.“ Und nach einem Jahr war ich 20 Millionen im Plus. Man darf den Glauben an seine Fähigkeiten nicht verlieren, und man braucht Menschen, die einen unterstützen. Und wenn es überstanden ist, muss man seiner Frau versprechen, sowas nie wieder zu tun!

Sie gehen ab 1. Januar erneut mit dem Johann- Strauss-Orchester auf Tour. Was wird anders sein als bei der vergangenen Tournee?
Es ist die erste richtig große Deutschlandtournee seit 2011. Wir spielen die schönsten Melodien der Welt, auf jeden Fall viele Walzer. In diesem Jahr feiern Die Platin Tenors ihr 10-jähriges Jubiläum bei uns, also das feiern wir auch auf der Bühne. Sie werden einige wunderschöne Arien und Lieder singen, unter anderem ‚Granada‘. Auch drei Sopranistinnen werden dabei sein und mit den Tenören das Trinklied aus «La Traviata» singen, es gibt weltberühmte Tangos mit einem argentinischen Bandoneonspieler, natürlich den Donauwalzer, bei dem der ganze Saal wieder mittanzen wird. Am 1. Januar geht’s los, erste Stadt ist wie immer Köln. Ich kann es kaum erwarten!

Intereiew: Katharina Hölter und Christoph Driessen, dpa Foto: WENN.com

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