27.12.2020 21:06 Uhr

Rita Ora in panischer Angst vor Brustkrebs

Rita Ora hat jetzt darüber gesprochen, dass sie ihren Zwanzigern "Angst" davor hatte, die Diagnose Brustkrebs zu bekommen, nachdem ihre Mutter Vera Sahatciu 2005 gegen die Krankheit gekämpft hatte.

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Die schöne Britin erzählte, sie habe regelrechte Panikattacken erlitten, nachdem bei ihrer 56-jährigen Mama eine aggressive Form des Krebses diagnostiziert worden war und sie teilweise eine Mastektomie (Entfernung von Brustgewebe) vornehmen lassen musste.

Die 30-jährige Sängerin spricht damit zum ersten Mal über ihre Erfahrungen mit der Krankheit und hat auch selbst schon einen Genomtest machen lassen, um zu sehen, ob sie ebenfalls daran erkranken könnte. Ihre geliebte Mutter Vera erkrankte an Brustkrebs, als Rita gerade ein Teenager war. Sie habe sie in dieser Zeit unterstützt, so gut es ging, doch in dieser Zeit habe sie dann Symptome einer PTBS (posttraumatischen Belastungsstörung) und lähmende Panikattacken erlitten.

Rita Ora hatte panische Angst vor Brustkrebs

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Sie hat das Gen nicht

Der Popstar rät allen Frauen, sich nach der überstandenen Corona-Pandemie sorgfältig auf Brustkrebs untersuchen zu lassen. „Ich sehe oft, dass geraten wird, sich auf Knoten untersuchen zu lassen, aber meine Mutter hatte zum Beispiel keine Knoten, sondern starke Schmerzen“.

Ora fügte hinzu: „Ich habe den BRCA-Test (den erblichen Brustkrebstest) und den Gentest durchführen lassen und zum Glück habe ich das Gen nicht. Aber ich überprüfe mich immer noch selbst regelmäßig. Genetisch gesehen gab es in meiner Familie vor meiner Mutter keine Brustkrebsanamnese , aber sie bekam sie trotzdem. Es gibt viele Online-Tutorials, die ich verwendet habe. Ihr müsst euch eures Körpers bewusst sein“.

Seit Covid lassen sich Frauen weniger untersuchen

Man könne aber auch „seinen Hausarzt anrufen, um zu nachzufragen“, äußerte die Sängerin. Es gäbe „unzählige Möglichkeiten, auf die Informationen zuzugreifen“.

„Die Scans in Großbritannien sind seit Covid um achtzig Prozent gesunken, und eine Million Frauen haben keine Untersuchungen durchführen lassen“, so Rita Ora weiter. „Der Rückstand bei der Krebsbehandlung ist verrückt. Und manche Menschen haben zu viel Angst, ins Krankenhaus zu gehen, was völlig verständlich ist, aber man muss gehen und sich untersuchen lassen.“

Höheres Risiko bei Vererbung eines kopierten Gens

Die häufigste Ursache für erblichen Brustkrebs ist eine vererbte Mutation im BRCA1- oder BRCA2-Gen. Wenn eine Frau eine mutierte Kopie eines der beiden Gene von einem Elternteil geerbt hat, besteht ein höheres Brustkrebsrisiko. Im Durchschnitt hat eine Frau mit einer BRCA1- oder BRCA2-Genmutation im Alter von 80 Jahren eine Wahrscheinlichkeit von bis zu 70 Prozent, an Brustkrebs zu erkranken.

Einen Großteil ihrer Zwanziger- Jahre habe sich die Musikerin Sorgen darum gemacht, dass bei ihr Brustkrebs diagnostiziert wird. Infolgedessen arbeitet sie bis heute an „Achtsamkeits-“ und Wohlfühlübungen, um Panikattacken zu stoppen und praktiziert weiterhin regelmäßige kognitive Verhaltenstherapien, um diese zu bewältigen.

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„Es kann nur Sodbrennen sein, trotzdem hinterfrage ich es“

Auf die Frage, ob sie nach einem starken Schmerz in der Brust sofort zu ihrem Arzt gehen würde, antwortete sie: „Im Sinne der Dringlichkeit: Wenn man dabei alle Patienten der Welt in Betracht zieht, ist das doch die erste Phase, um Schlimmeres verhindern zu können. Ich weiß nicht, ob es nur in meinem Kopf so ist, aber selbst wenn es nur ein Fall von leichtem Sodbrennen sein sollte, hinterfrage ich: „Was ist das?“

Rita hofft, dass Frauen durch ihre Worte ermutigt werden, an Routineuntersuchungen teilzunehmen.