RKI verschärft Empfehlung zu Corona-Mutanten

Die Furcht vor einer weiteren Ausbreitung der Coronavirus-Mutanten ist groß: In Hamm riegelte die Polizei nach einem bestätigten Fall mehrere Wohnhäuser ab.
Die Furcht vor einer weiteren Ausbreitung der Coronavirus-Mutanten ist groß: In Hamm riegelte die Polizei nach einem bestätigten Fall mehrere Wohnhäuser ab.

Bernd Thissen/dpa

26.02.2021 17:59 Uhr

Ärzte sollen bei einer Infektion mit einer Virus-Variante oder auch nur dem Verdacht darauf 14 Tage Isolation anordnen. Hintergrund: Bislang ist unklar, wie die neuen Erreger ausgeschieden werden.

Angesichts der Ausbreitung ansteckenderer Varianten des Coronavirus in Deutschland verschärft das Robert Koch-Institut (RKI) eine Empfehlung für Ärzte.

Bei einer Infektion mit einer der Varianten oder dem Verdacht darauf sollten Patienten – unabhängig von der Schwere, dem Alter oder einem Krankenhausaufenthalt – vorsorglich 14 Tage isoliert werden, heißt es in einer aktualisierten Empfehlung des Bundesinstituts. Vor dem Verlassen der Isolierung sollte außerdem ein Antigentest oder ein PCR-Test gemacht werden.

Hintergrund sei eine noch unzureichende Datenlage zur Ausscheidung von Erregern. Zuvor enthielt die Empfehlung zu besorgniserregenden Virus-Varianten keine Angabe zur Dauer einer Isolierung, wie das RKI auf Anfrage erläuterte.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) hatte am Freitagmorgen laut RKI bundesweit bei 62,6 gelegen – und damit höher als am Vortag (61,7). Vor vier Wochen, am 29. Januar, hatte die Inzidenz noch 94,4 betragen. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.