29.10.2019 09:44 Uhr

Robert Enke: Witwe Teresa zum 10. Todestag

Robert und Teresa probieren 2009 eine Küche in einem Möbelhaus aus. Foto: imago images / Kaletta

Fußballspieler Robert Enke litt an Depressionen und nahm sich am 10. November 2009 das Leben. Seine Familie gedenkt seiner.

Teresa Enke (43) wird den zehnten Todestag ihres Mannes zusammen mit ihrer Familie, mit Freunden und der Mutter von Robert Enke verbringen. „Ich möchte diesen Tag gar nicht so besonders machen, wir zelebrieren eher Robbis Geburtstage“, sagte die Witwe des früheren Fußball-Nationaltorwarts in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Wir werden aber auch kein Trübsal blasen, sondern uns erinnern und auch lustige Geschichten erzählen. Ich stelle mir dann immer vor: Robbi sitzt da oben neben Lara, meinem Bruder und meinem Papa. Die gucken zu uns runter und ihnen geht es gut.“

Robert Enke: Witwe Teresa zum 10. Todestag

Teresa Enke, Vorsitzende der Robert-Enke-Stiftung, hat den Weg zurück ins Leben geschafft. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Suizid mit 32

Über ihre Erinnerungen an die Zeit vor zehn Jahren sagte Teresa Enke: „Das war mit einer großen Wucht da, und diese Wucht ist auch geblieben. Ich habe ja nicht nur den geliebten Menschen verloren, sondern mein Leben hat sich komplett geändert. Ich war auf einmal eine alleinerziehende Mutter in einem großen Haus mit all den Sachen, die zurückgeblieben sind. Ich musste Dinge regeln, um die ich mich nie gekümmert hatte. Auch die Presse hat mich damals umgehauen, denn ich wurde wirklich noch lange Zeit von Journalisten bedrängt. Sie haben mich fotografiert, wenn ich spazieren gegangen bin und sind mir aufgelauert, wenn ich irgendwo hingefahren bin. Ich kann mich an alles noch sehr gut erinnern.“

Robert Enke litt an Depressionen und nahm sich am 10. November 2009 an einem Bahnübergang im niedersächsischen Neustadt am Rübenberge-Eilvese, unweit seines Wohnorts Himmelreich, das Leben. Noch zwei Tage zuvor hatte er am 12. Bundesliga-Spieltag gegen den Hamburger SV für Hannover 96 das Tor gehütet.

Enke engagiert sich in eigener Stiftung

Im August 2004 kam Enkes erstes Kind zur Welt. Das Mädchen musste wegen eines schweren Herzfehlers mehrmals operiert werden, starb im September 2006 nach einer Ohrenoperation. Im Mai 2009 adoptierte das Paar ein zwei Monate altes Mädchen.

Seine Witwe leitet die 2010 gegründete Robert-Enke-Stiftung, die die Erforschung und Behandlung von Herzkrankheiten bei Kindern sowie Depressionen unterstützt. (dpa/KT)

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