30.11.2020 19:08 Uhr

Romain Grosjean nach 27 Sekunden im Feuer: Gattin mit emotionaler Botschaft

Das war eine der spektakulärsten Unfälle der letzten Jahre: 27 Sekunden hatte der französisch-schweizerische Formel-1-Fahrer Romain Grosjean in den Flammen gesteckt, nachdem am Sonntag beim Rennen in Bahrein sein Bolide in eine Leitplanke raste.

imago images / Motorsport Images

Offenbar hatte der 34-Jährige Genfer Pilot mächtig Glück, es sollen nur seine Hände durch Verbrennungen etwas in Mitleidenschaft gezogen worden sein.

Warum die Leitplanke bei dem Aufprall von mehr als 220km/h gerissen und offenbar nicht nur das Fahrzeug in zwei Teile, sondern auch den Tank aufgerissen hat ist eine der noch offenen Fragen und Gegenstand der Untersuchungen.

Romain Grosjean nach 27 Sekunden im Feuer: Gattin mit emotionaler Botschaft

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Emotionale Botschaft von Ehefrau Marion

Die Flammen-Bilder des Horror-Crashs dürften aber vor allem für Romains Ehefrau, Marion Jolles Grosjean, ein absoluter Albtraum sein. Die beiden sind bereits seit acht Jahren verheiratet und haben drei gemeinsame Kinder.

Auf Instagram meldet sich die französische TV-Moderatorin jetzt mit einem bewegenden Post zu Wort.

Sie erklärt: „Ich wusste nicht, was für ein Foto ich posten soll. Welches Foto bleibt von gestern? Das mit den Flammen? Das von ihm, wie er von seinen Rettern gestützt wird? Das Wrack seines Autos? Ich habe das hier genommen. Weil wir beide das gleiche Shirt tragen von seinem GP2-Titel. Darin schlafe ich noch immer manchmal. Ich hätte es bevorzugt, wenn da „Superheld“ draufstehen würde und nicht „Champion“. Vielleicht können wir da noch eine Maßanfertigung machen. Für die Kinder, denn so haben wir ihnen das Unerklärliche erklärt.“

Marion bedankt sich außerdem bei den Rettern ihres Mannes und bei Jules Bianchi und dessen Familie. Jules verunglückte 2014, im Alter von nur 25 Jahren, bei einem Formel 1 Rennen in Japan. Nach seinem schweren Unfall wurde der Cockpit-Schutz Halo eingeführt, der Romain Grosjean vergangenen Sonntag wohl das Leben rettete. >„Es bedurfte gestern nicht nur ein Wunder, sondern mehrer“, schließt die 38-Jährige den emotionalen Post ab.

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Dienstag Entlassung aus der Klinik

Romain Grosjean wird Berichten zufolge das Militärkrankenhaus in Bahrain bereits am Dienstag wieder verlassen dürfen. „Er hat keine Brüche erlitten, aber Verbrennungen an beiden Handrücken. Er weiß noch nicht, wie sie aussehen“, lässt Teamchef Günther Steiner die Medien wissen.

Der Glückspilz, der für den US-Rennstall Haas fährt, zeigt sich unterdessen mit bandagierten Händen vom Krankenbett und bedankt sich für die unzähligen Genesungswünsche. Beim nächsten Rennen am kommenden Wochenende, das ebenfalls in Bahrein stattfinden soll, wird er zunächst nicht dabei sein und durch einen Teamkollegen ersetzt. (AB/PV)

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