16.10.2008 14:27 Uhr

Ryan O’Neal und Sohn wegen Drogenbesitz angeklagt

Die kalifornische Staatsanwaltschaft hat den Schauspieler Ryan O’Neal des Drogenbesitzes bezichtigt. Im September hatte die Polizei das Anwesen des Schauspielers in Malibu durchsucht und dort Methamphetamine, in der Drogenszene als „Crystal Meth“ bekannt, vorgefunden. Grund für die Razzia war die Bewährungsstrafe von O’Neals Sohn Redmond.
In seiner Eröffnungsrede vor dem Gericht in Los Angeles erklärte O’Neals Anwalt Mark Werksman am gestern, dass sein Mandant die Anklage nicht akzeptiere. Er fühle sich unschuldig, da die Drogen seinem Sohn Redmond gehörten, und nicht ihm. Werksman kommentierte: „Ryan findet es extrem frustrierend und ärgerlich, angeklagt worden zu sein. Er nimmt keine Drogen und will nicht wie ein Drogenabhängiger behandelt werden.“
Neben der Anklage wegen Drogenbesitzes muss sich Redmond in zwei Fällen wegen Besitz von so genanntem Drogenzubehör verantworten, und in einem Fall wegen unerlaubten Besitzes von Pfefferspray. Redmond, der bereits mehrfach wegen seiner Drogensucht in Behandlung war, ist geständig, rückfällig geworden zu sein. Jetzt muss er an einem zweiwöchigen Programm zur Suchtbehandlung teilnehmen.
Werksman verdeutlichte, dass die Sucht des Sohnes die Familie über die Jahre hinweg in eine tiefe Krise gestürzt habe: „Mit Redmonds Sucht klar zu kommen, war hart für Ryan und seine Familie. Das Geschehene ist für ihn schwer zu schlucken.“
Beide Männer müssen am 13. November für die Anklageverlesung vor Gericht erscheinen. Sollte Ryan O’Neal schuldig gesprochen werden, drohen ihm bis zu drei Jahren Haft wegen Mittäterschaft.
Eine derart harte Bestrafung sei allerdings unwahrscheinlich, machte Sandi Gibbons, Sprecherin der Staatsanwaltschaft, deutlich. Ersttätern wird meistens die Chance auf einen Entzug gewährt, anstatt sie hinter Gitter zu schicken. (BangMedia)

(PV)

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