04.03.2020 14:20 Uhr

Sahra Wagenknecht im „Playboy“

Foto: Imago/Future Image

Was für eine Headline! Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht im „Playboy“? Jupp! Doch die Leser, bei denen jetzt Kino im Kopf abläuft müssten wir etwas enttäuschen. Sie zieht sich weder physisch noch seelisch aus. Wagenknecht plaudert über Sexappeal im Bundestag. Auch gut.

Die Linke-Politikerin Sahra Wagenknecht sieht einen möglichen Zusammenhang zwischen dem politischen Erfolg und dem nahezu fabelhaften Aussehen von Grünen-Chef Robert Habeck (50). „Man muss Robert Habeck nicht mögen, aber er sieht nach Ansicht vieler gefällig aus. Das ist auch bei Männern ein Vorteil“, sagte die Bundestagsabgeordnete der Linken jetzt in einem Interview dem beliebten Herren Magazin.

Auf der Regierungsbank sitzt keiner mit Sex-Appeal

Ungerechterweise spiele das Aussehen bei Frauen aber eine größere Rolle als bei Männern, so die 50-Jährige auf die Frage, ob äußerliche Attraktivität in der Politik hilfreich sei. Für die Kombination aus Macht und Sexyness ist nach Ansicht von Sahra Wagenknecht die deutsche Spitzenpolitik allerdings kein gutes Beispiel: „Wenn man sich etwa das Personal anguckt, das aktuell in der Bundesregierung sitzt, ich will da jetzt nicht persönlich werden – aber ich zumindest habe auf der Regierungsbank noch keinen Sex-Appeal entdeckt.“

Übrigens hat Wagenknecht eine Meinung zur hysterischen Autodebatte: „Ich selber habe erst im Alter von 45 Jahren meinen Führerschein gemacht, weil ich vorher in Berlin gewohnt habe, da brauchte ich kein Auto. Aber jetzt wohne ich auf dem Land, da ist es unerlässlich. Und die Leute dort zu belehren, sie sollten doch auf den Bus umsteigen, der vielleicht zweimal am Tag fährt, wenn überhaupt, ist abwegig“, sagte Wagenknecht. „Trotzdem wird die Debatte moralisch aufgeladen: Es gibt dann nicht mehr unterschiedliche Sichten, sondern nur noch gute und schlechte Menschen.“ Wie recht sie doch hat!