Montag, 10. Mai 2010 23:17 Uhr

Sam Rockwell: Keine Geduld für große Hollywood-Produktionen

Los Angeles. Schauspieler Sam Rockwell (41) mag es nicht, in großen Hollywood-Produktionen aufzutreten, weil es zu lange dauert, sie zu machen, und er „nervös“ wird. Der blonde Beau kann derzeit im neuen Film ‚Iron Man 2‘ als Waffenhändler-Bösewicht Justin Hammer an der Seite von Robert Downey Jr. (45) und Mickey Rourke (57) bewundert werden. In der Vergangenheit lehnte der Mime Rollen in Filmen ab, wie etwa ‚Die Akte Jane‘ und ‚Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford‘, und gesteht, dass er nicht die Geduld habe, Monate an einem Filmset zu verbringen. Er zieht es vor, in kleineren Filmen mit aufzutreten. „Ich habe ein paar gemacht, aber die dauern so lange“, beschwerte sich der Kalifornier in einem Interview mit der amerikanischen Zeitung ‚USA Today‘. „Es kann drei Monate dauern zu drehen. Es gibt zuviel Wartezeit. Man arbeitet vielleicht ein oder zwei Wochen an einem Independentfilm. Ich werde nervös. Ich muss in Bewegung bleiben.“

In dem neuen Superhelden-Abenteuer ist der Charakter des Stars entschlossen, Tony Stark aus dem Geschäft zu befördern und heuert den russischen Bösewicht Whiplash (gespielt von Mickey Rourke) an, ihm zu helfen. Rockwell teilt einige Schlüsselszenen mit dem Hollywood-Veteran und die beiden genossen es, sich vom Drehbuch zu entfernen. Jedoch wurden etliche ihrer improvisierten Szenen editiert und schafften es nicht in den Film – sehr zu Rourkes Bedauern. „Er ist toll beim Spontansein“, verriet der frühere Profiboxer. „Es gab Tage, an denen wir uns weit vom Skript entfernten und es funktionierte. Schade, dass das meiste herausgeschnitten wurde, aber das ist die Beschränkung von Sommer-Filmen.“ Größere Freiheit, mit dem Drehbuch zu experimentieren, ist ein weiterer Grund, weshalb Rockwell Filme mit kleinerem Budget vorzieht. Der Schauspieler mag oft die Handlung, das Drehbuch jedoch nicht und lehnt die Rolle daher ab. Anfangs war er besorgt, dass sein Mitwirken in der ‚Iron Man‘-Fortsetzung seine Chancen auf künftige Rollen beeinflussen könnte. Daher recherchierte der Mime ein wenig, wie gut die Leute seinen Charakter kennen, bevor er den Part übernahm.

„Es gibt eine Freiheit, wagemutig zu sein“, sagte der Junggeselle über Independetfilme. „Ich schätze, die Menschen finden mich schrullig. Letztendlich aber ist es mir lediglich wichtig, dass mich eine Geschichte wirklich anregt, und manchmal ist es nicht nur das Drehbuch. Ich bin wohl in ein halbes Dutzend Comic-Läden gegangen und habe einfach gefragt, ob sie Justin Hammer kennen. Taten sie nicht, was eine Art Erleichterung war.“ Und offenbar bewies Sam Rockwell bei ‚Iron Man 2‘ ausnahmsweise sogar mal etwas Geduld. (CoverMedia)

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