Donnerstag, 14. November 2019 09:17 Uhr

Samuel Koch führt gerne „Dankbarkeitslisten“

imago images / Future Image

Samuel Koch ist für vieles dankbar. Das können die ganz großen Dinge des Lebens sein, muss aber nicht. Warme Socken reichen auch schon.

Schauspieler Samuel Koch (32) macht sich gerne klar, wofür man im Leben dankbar sein kann. „Das kann alles mögliche sein – sei das die Schönheit der Schöpfung oder die Entdeckung der Mikrowellen, die jetzt im Winter so schnell ein Kirschkernkissen aufheizen können, das dann den Nacken wärmt“, sagte Koch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er nannte zum Beispiel auch warme Socken, Vogelgezwitscher oder seine Familie. Dankbarkeitsliste klinge manchmal etwas kitschig oder selbstmanipulativ, sagte Koch, „aber ich finde, es hilft“.

Seit 2010 im Rollstuhl

Der Schauspieler, der seit einem Unfall in der ZDF-Show „Wetten, dass..?“ 2010 im Rollstuhl sitzt, wurde am Mittwochabend in Berlin mit einer „Goldenen Erbse“ ausgezeichnet. Damit ehrt das Deutsche Zentrum für Märchenkultur soziales und kulturelles Engagement.

Koch arbeitet derzeit in Mannheim als Schauspieler, zuvor war er Ensemblemitglied am Staatstheater Darmstadt. Mit einem neuen Verein will er sich unter anderem für pflegende Angehörige engagieren. Er wolle Aufmerksamkeit auf „stille Helden“ lenken, die oft nicht so im Scheinwerferlicht stünden, erklärte Koch in seiner Dankesrede.

Samuel Koch führt gerne "Dankbarkeitslisten"

Michael Müller, Berlins Regierender Bürgermeister, begrüßt in Anwesenheit von Märchenland-Geschäftsführerin Silke Fischer den Schauspieler Samuel Koch. Foto: Annette Riedl/dpa

Gerade besuchte Koch auch die jüdische Synagoge in Halle, die nach dem Anschlag eines Selfmade-Terroristen zur bundesweiten Bekanntheit aufstieg.

Aus seiner Haltung machte er keinen Hehl, schrieb zu einem Bild auf Insta: „Der Anschlag vor einem Monat wurde am Jom Kippur, dem jüdischen Versöhnungsfest, verübt. Danke, dass ihr uns Versöhnung par excellence vorlebt. Danke an alle, die in Deutschland sind und bleiben.
Der wahre Feind ist der Hass. Egal ob gegen Juden, Christen, Muslime, Sunniten, Kurden, Schiiten, gegen Frauen, Menschen mit und ohne Behinderung, Reiche, Polizisten, Bundeswehrsoldaten, SUV-, Fahrradfahrer uvm.“ (dpa/KT)

Quelle: instagram.com

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