Schockvideo: Felswand stürzt in See – mindestens sechs Tote in Brasilien

dpadpa | 09.01.2022, 00:49 Uhr
ARCHIV - Auf diesem Foto vom 02.09.2021 fährt ein Touristenboot durch eine Schlucht im Furnas-See in der Nähe von Capitolio City.
ARCHIV - Auf diesem Foto vom 02.09.2021 fährt ein Touristenboot durch eine Schlucht im Furnas-See in der Nähe von Capitolio City.

Andre Penner/AP/dpa

Dramatische Szenen auf dem Furnas-See in Brasilien: Eine Felswand stürzt auf darunter liegende Touristen-Boote - mindestens sechs Menschen sterben, 20 weitere gelten als vermisst.

Beim Herabstürzen einer Felswand auf Boote mit Touristen auf einem See im Südosten Brasiliens sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen.

20 Personen galten noch als vermisst, wie brasilianische Medien unter Berufung auf die Feuerwehr des Bundesstaates Minas Gerais am Samstagabend (Ortszeit) berichteten.

Zuvor hatte es geheißen, mindestens 32 Personen seien auch verletzt worden, von denen viele bis zum Abend wieder aus verschiedenen Krankenhäusern entlassen wurden.

UPDATE: Zahl der Toten nach Felsunglück in Brasilien steigt auf zehn

Ein Video zeigte den Moment, in dem sich ein großer Teil eines Felsen löste und auf die davor auf dem Lago de Furnas in Capitólio treibenden Touristen-Boote kippte. Nach Angaben der Feuerwehr wurden zwei Boote getroffen und gingen unter.

Beliebtes Ausflugsziel

Demnach wurden Taucher zu dem rund 400 Kilometer nördlich der Millionen-Metropole São Paulo gelegenen See geschickt, dessen Canyons ein beliebtes Ausflugsziel in der Region sind. Der großflächige Furnas-See ist auch als „Meer von Minas“ bekannt.

„Wir erleben in unserem Bundesstaat heute eine Tragödie, ausgelöst von den schweren Regenfällen, durch die sich eine Felswand am Furnas- See in Capitólio löste“, schrieb der Gouverneur von Minas Gerais, Romeu Zema, auf Twitter.

In dem Bundesstaat hatte es zuletzt wie im angrenzenden Bahia teilweise heftig geregnet. Die brasilianische Marine, die sich auch an der Rettungsaktion beteiligte, kündigte an, eine Untersuchung einzuleiten, um die Ursachen für das Unglück zu ermitteln.

Erste Warnungen schon vor 10 Jahren

UPDATE 11.30 Uhr: Bei dem Unglck sind mindestens sieben Touristen ums Leben gekommen. Drei Menschen würden noch vermisst, teilte die Feuerwehr des Bundesstaates Minas Gerais am Sonntagmorgen (MEZ) auf Twitter mit. Mehr als 30 Menschen wurden verletzt, von denen am Sonntag noch vier im Krankenhaus lagen.

„Wir erleben in unserem Bundesstaat heute den Schmerz einer Tragödie, ausgelöst von den schweren Regenfällen, durch die sich eine Felswand am Furnas-See in Capitólio löste“, schrieb der Gouverneur von Minas Gerais, Romeu Zema, auf Twitter. In dem Bundesstaat hatte es zuletzt wie im nordöstlich angrenzenden Bahia teilweise heftig geregnet. Die brasilianische Marine, die sich an der Rettungsaktion beteiligte, kündigte eine Untersuchung an, um die Unglücksursache zu ermitteln.

In Medien und sozialen Netzen machte ein Facebook-Post die Runde, mit dem ein Nutzer schon vor zehn Jahren vor der Gefahr eines Felssturzes am Furnas-See gewarnt hatte. „Dieser Stein wird fallen…“, hatte der Arzt Flávio Freitas im März 2012 zu einem Foto geschrieben, das einen langen senkrechten Riss in der Felswand über dem Wasser zeigte.