16.08.2020 15:00 Uhr

Schonend sauber: Spülmaschine ohne Chemie reinigen

Unangenehme Gerüche kommen Ihnen aus der Spülmaschine entgegen? Zeit für eine Grundreinigung! Die lässt sich mit einfachen Hausmitteln durchführen.

Andrey_Popov / Shutterstock.com

Die Spülmaschine kann sich selbst leider nicht ohne Hilfe von Schmutz und Ablagerungen befreien. Dies ist jedoch für eine lange Lebensdauer und ordentliche Spülergebnisse wichtig. Besser für Geschirrspüler und Umwelt sind sanfte Hausmittel statt Chemiekeulen.

Grobe Schmutzablagerungen lassen sich mit herkömmlichen Handgriffen gut aus der Spülmaschine entfernen. Dafür sollte man folgende Maschinenteile unter die Lupe nehmen:

Siebeinsatz

Dieser Einsatz hält Essensreste zurück. Mit der Zeit sammeln sich Fettreste, schlimmstenfalls Schimmel und Bakterien an. Mit einer Spülbürste werden solche Ablagerungen sanft und gründlich entfernt. Bei Bedarf verbessert ein mildes Spülmittel das Putzergebnis.

Sprüharme

Kalk und Fremdkörper mindern langfristig die Durchlässigkeit der Sprüharme. Die Folge sind unsaubere Spülergebnisse. Zur mechanischen Reinigung genügen meist ein harter Wasserstrahl und ein Zahnstocher.

Abfluss

Spätestens, wenn ein Nachlassen in der Abflussgeschwindigkeit des Geschirrspülers auffällt, muss der Abfluss kontrolliert werden. Fremdkörper lassen sich meist vorsichtig herausklopfen und kleinere Reste wegspülen.

Dichtungen und Fugen

Wenigstens einmal pro Monat sollten Dichtungen und Türfugen von Ablagerungen befreit werden. Meist genügt dafür schon ein feuchter Lappen mit ein wenig Essigreiniger. Dieser verhindert die Neubesiedelung von Keimen oder schädlichem Schimmel.

Nachreinigung

Sind alle Komponenten der Spülmaschine gründlich gereinigt, kommt der Leerlauf zum Einsatz. Ein gründliches Reinigungsergebnis entsteht dabei durch die Zugabe von Natron und Essigessenz. Dafür höchstens zwei Esslöffel Natron gleichmäßig auf den Boden des entleerten Geschirrspülers streuen. In das Pulverfach 20 Milliliter Essigessenz gießen. Anschließend ein einfaches, möglichst heißes Spülprogramm laufen lassen.

Vorsicht: Die Maschine erst nach dem vollständigen Abkühlen öffnen, denn der Dampf kann Augen und Atemwege reizen.

Zitrusfrüchte, Natron und Cola als Hausmittel einsetzen

Das Ergebnis chemischer Reinigungsmittel ist nicht zwingend besser als von bewährten Hausmitteln. Diese sollte man auch im Sinne der Umwelt bevorzugen:

Zitrusfrüchte sind glänzende Küchenhelfer für die Reinigung. Beispielsweise verkalkt die Maschine langsamer oder gar nicht, wenn übrige Zitronenschalen beim Spülen im Geschirrkorb mit gewaschen werden. Auch bei bereits stärkeren Kalkablagerungen entfernt dieses Hausmittel sie wieder.

Natron neutralisiert unangenehme Gerüche in der Spülmaschine. Dafür einfach bei dem Spülgang einen Teelöffel davon hinzugeben. Natron reinigt die Maschinenkomponenten gründlich, ohne Metall oder Kunststoff anzugreifen.

Manchmal passiert es: Ein Kochgeschirr oder Besteck waren doch nicht spülmaschinenfest. Entstandener Flugrost würde die Inhalte und den Geschirrspüler angreifen und sogar die Lebensdauer verkürzen. Gleich beim Feststellen solcher Verschmutzungen helfen ein paar Spritzer Cola auf einem Tuch.

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