Montag, 30. August 2010 13:49 Uhr

Schwangere Nonne, schwule Priester und der Sturm im Wasserglas

London. Nachdem nun zwei neue, äußerst anstößige, Werbemotive für einen britisch-italienischen Eiscreme-Hersteller veröffentlicht wurden, gingen die Katholiken des Landes auf die Barrikaden. In der einen Werbung sieht man eine schwangere Nonne und in der anderen Werbung sind zwei Männer zu sehen, die sich offenbar küssen wollen.

Aufgrund der Proteste könnte die Werbekampagne der britischen Firma Antonio Federici nun verboten werden. Das eine Bild mit dem provokativen Slogan „unbefleckte Empfängnis“ zeigt eine Nonne, die gerade aus einem Eis-Becher der Marke Antonio Federici Gelato Italiano isst.

Aber auch das Motiv mit dem Text “Wir glauben an Speichelfluss“, dass die beiden Männer in ihren priesterlichen Soutanen zeigt, ist nicht ohne. Die Herrschaften sind ja fast in einer Umarmung und nur zentimeterweit mit ihren Lippen voneinander entfernt zu sehen. Über allem steht jedoch die Leidenschaft für das italienische Eis.

Jetzt wird in Verbot der beiden Motive geprüft.

Die britische Firma Antonio Federici erklärte dazu, die Anzeigen feierten doch nur die „stillschweigende verbotene italienische Versuchung“ der Eis-Creme.

Creative Director Matt O’Connor gestand, dass  das Unternehmen eine beträchtliche Summe verlieren würde, wenn sie diese Werbung nicht machen würde und sieht einer gerichtlichen Auseinandersetzung offenbar gelassen entgegen. Er sagte dazu der ‚Daily Mail‘: „Nur ein winziger Teil von denen, die die Anzeigen gesehen haben, hatten sich beschwert.“

Der ehemalige katholische Bischof John Jukes aus London sagte dazu nur: „Sie neigen dazu, die Werbung generell abzuwerten und greifen die religiöse Meinung und religiös engagierte Menschen an, was eine Gefahr für das Wohlergehen unserer Kultur ist.“ Ach naja.

Das Eis von Antonio Federici zählte im letzten Jahr zu einer der besten Eiscremes der Welt.

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