Sebastian Krenz: Was ist aus dem „The Voice“-Sieger 2021 geworden?

SpotOn NewsSpotOn News | 23.06.2022, 16:06 Uhr
Sebastian Krenz hat 2021 die elfte Staffel von "The Voice of Germany" gewonnen. (tae/spot)
Sebastian Krenz hat 2021 die elfte Staffel von "The Voice of Germany" gewonnen. (tae/spot)

Christoph Mangler

Sebastian Krenz hat Ende 2021 "The Voice of Germany" gewonnen. "Sobald ich diesen Moment wieder aufleben lasse, bekomme ich Bauchkribbeln", erzählt er im Interview. Nun will er richtig durchstarten und hat große Pläne.

Kurz vor Weihnachten 2021 hat Sebastian Krenz „The Voice Of Germany“ gewonnen. Mit seinem Coach Johannes Oerding (40) steht er nach wie vor in Kontakt, wie er im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news erzählt. Nun will er seine Karriere als Musiker vorantreiben. Ein stressiges Vorhaben, wie Krenz zugibt: Schließlich leitet er nebenher noch eine Firma und ist Vater einer Tochter. Ein halbes Jahr nach seinem „TVOG“-Sieg hat der Sänger nun seine erste Single „Everyone Needs Someone“ veröffentlicht, weitere Songs sollen folgen und Anfang 2023 ist ein Album geplant. „Man wächst mit seinen Aufgaben“, erklärt Krenz.

Sie haben sich viel Zeit für Ihre erste Single genommen. Woran haben Sie in diesen Monaten gearbeitet?

Sebastian Krenz: Nach dem Finale von „TVOG“ Ende Dezember 2021 hieß es erst einmal ein Netzwerk zu bilden. Das war am Anfang nicht so einfach – ich wollte etwas Nachhaltiges aufbauen. Ich habe hart an meiner Firma gearbeitet, neue Mitarbeiter eingestellt und alle Schrauben so gestellt, dass ich mich mehr auf die Musik konzentrieren darf. Ich bin total dankbar, dass ich so eine tolle Firma und zuverlässige Mitarbeiter habe, denn ohne diese Gegebenheiten könnte ich keine Musik machen.

Ich habe Ende April ein wunderbares Management gefunden und seit Mai bin ich jede Woche mehrere Tage in Berlin zu Songwriting-Sessions sowie Video- und Fotoshootings. Ich habe ein eigenes Label gegründet und wir arbeiten hart an den nächsten Singles, circa fünf werden dieses Jahr noch veröffentlicht und danach ein Album. Ich freue mich von Herzen, dass ich diese Möglichkeit habe.

Bei „The Voice of Germany“ haben Sie besonders mit Ihren hohen Tönen überzeugt. Was tun Sie, um sich Ihre Stimme zu erhalten?

Krenz: Regelmäßiges Stimmtraining ist ein Muss, wobei ich mir in den letzten 15 Jahren den Umfang meiner Stimme erarbeitet habe – jetzt heißt es „nur“ noch warmhalten.

Sie standen bei „TVOG“ mit James Arthur auf der Bühne. Haben Sie sich Tipps von ihm geholt?

Krenz: Mit James Arthus hatte ich die Möglichkeit, mich etwas auszutauschen. Er ist ein großer, sympathischer Teddybär, sehr gutherzig. Ich habe es sehr genossen, mit ihm zusammen auf der Bühne zu stehen. Ich habe von ihm einmal mehr gelernt, wie man mit mehr Gefühl singt. In meiner Vergangenheit ging es ausschließlich nur um „Nachsingen“. Die Emotionen meiner eigenen Lieder sind komplett anders und ich kann mich dort richtig fallen lassen. Das Gefühl ist der Wahnsinn, ich liebe es.

Erinnern Sie sich noch an den Moment, als Ihr Sieg verkündet wurde? Wie haben Sie sich dabei gefühlt?

Krenz: Sobald ich diesen Moment wieder aufleben lasse, bekomme ich Bauchkribbeln. So ein sensationell berührender Moment aus Adrenalin, purem Glück und Freiheit. Johannes und ich standen zitternd nebeneinander. Es war der musikalisch überwältigendste Moment bisher.

Wie dankbar sind Sie rückblickend dafür, an der Show teilgenommen zu haben?

Krenz: Wenn ich könnte, würde ich noch ein zweites Mal teilnehmen. Ich bin dem gesamten Team so dankbar für die Organisation, für die sympathischen Menschen – immer war jemand für einen da. Wir waren eine kleine zusammengeschweißte Familie.

Haben Sie noch Kontakt zu Ihrem Coach Johannes Oerding?

Krenz: In der Tat, ab und an bekommt er ein Update, wie es bei mir läuft. Ich bin ihm sehr dankbar für seine Tipps und seinen Rat.

Sie haben sich neben der Musik auch ein anderes Standbein aufgebaut, leiten eine Firma und sind Papa einer Tochter. Wie bringen Sie das alles unter einen Hut?

Krenz: Man wächst mit seinen Aufgaben. Zugegeben: Manchmal fühle ich mich sehr gestresst. Manchmal wusste ich gar nicht, wie ich das bewältigen sollte, aber dann hieß es Umstrukturieren. Ich bin aber wie gesagt sehr dankbar, dass ich wunderbare Menschen um mich herum habe, die mich an allen Ecken und Enden unterstützen, damit ich alles schaffe.

Sie stehen am Anfang Ihrer Karriere. Was wünschen Sie sich für Ihren Werdegang als erfolgreicher Sänger?

Krenz: So wie jeder Künstler wünsche ich mir in der nächsten Zeit einen mindestens kleinen Hit. Ich denke immer ein paar Schritte weiter und sehe als nächstes Ziel erfolgreiche Singles in den nächsten Monaten, eine gut wachsende Fangemeinde sowie eine eigene kleine Tour.

Was war die Inspiration für Ihren neuen Song „Everyone Needs Someone“? Gibt es eine persönliche Geschichte dazu?

Krenz: In jedem meiner Songs erzähle ich aus meinem Leben. Entweder aus der Vergangenheit oder was mich im Moment bewegt. Meine erste Single entstand mit folgenden Gefühlen: die Freude auf die Liebe und die aktuellen Situationen. In dem Song sage ich Dinge so, wie sie sind. Jeder hat eine Vergangenheit und bringt diese mit in eine Beziehung. Das ist und wird nicht immer einfach sein. Das ist von den Songs, die in letzter Zeit entstanden sind, der persönlichste und für mich bewegendste.

Sie wollen kontinuierlich neue Singles veröffentlichen, Anfang 2023 soll dann ein Album kommen. Was erwartet die Fans? Welcher Themen nehmen Sie sich in Ihren Songtexten an?

Krenz: Ich habe in meinem Leben viel durchlebt, dazu gehört auch viel Liebe und Herzschmerz. Wahrscheinlich das meistbesungene Thema überhaupt. Ich werde meine persönliche Note mit meiner Stimme in die Songs bringen und – wie bereits gesagt – Dinge so sagen, wie sie sind. Eventuell kommt nicht jeder damit zurecht, aber es wird ehrlich!

Zeigt Ihre Tochter bereits musikalisches Talent? Singen Sie mit ihr gemeinsam?

Krenz: Gerade im Auto singen wir viel zusammen. Sie liebt es zu singen und ich liebe es sie dabei zu beobachten. Das macht mich als Papa total stolz. Sie ist schon sehr selbstständig und weiß, was sie möchte.

In der neuen Staffel von „The Voice of Germany“ werden Johannes Oerding, Nico Santos und Sarah Connor nicht mehr als Coaches zu sehen sein. Waren Sie traurig, als Sie davon gehört haben?

Krenz: Ich war überrascht, jedoch freue ich mich natürlich auch, dass die drei dieses Jahr wieder viel unterwegs sein können und sich darauf konzentrieren wollen. Ich denke, die Arbeit als Coach bei „TVOG“ macht zwar sehr viel Spaß, ist aber auch nicht so einfach neben einer eigenen Tour. Deshalb verstehe ich das vollkommen und freue mich sehr für die neuen Talente, dass dieses Jahr wieder komplett andere, tolle und auch altbekannte Coaches in den Stühlen sitzen. Ich werde die nächste Staffel mit Aufmerksamkeit verfolgen und hoffe, dass ich für dieses Jahr eine Einladung in die Show als eigener Act bekomme.