Mittwoch, 19. Juni 2019 23:11 Uhr

Serienstar Lars Steinhöfel: Coming-out hat Anderen Mut gemacht

Lars Steinhöfel spielt seit 2005 in der RTL-Soap „Unter uns“ mit. Seit seinem Coming-Out hofft er auf mehr Akzeptanz.

Serienstar Lars Steinhöfel: Coming-out hat Anderen Mut gemacht

Foto: TVNOW / Bernd Jaworek

Schauspieler Lars Steinhöfel (33) haben die Reaktionen auf sein Coming-out vor einigen Jahren überrascht. „Ich hätte nicht gedacht, dass das 2014 noch so viel Rummel gibt“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Gerade von jungen Leuten habe er viel Zuspruch erfahren. „Dadurch haben aber auch viele Jugendliche den Mut gefunden, sich bei Freunden und Familie zu outen.“ Steinhöfel spielt seit 2005 in der RTL-Soap „Unter uns“ Easy Winter, der nach mehreren Frauengeschichten – darunter eine Ehe – inzwischen in seiner ersten homosexuellen Beziehung lebt.

„Wichtig ist die Botschaft, die wir senden: Es gibt Homosexuelle“, sagte Steinhöfel. „Wenn man das täglich sieht, wird es umso umgänglicher für den Zuschauer.“ Dabei hat die jüngere Generation nach seiner Einschätzung eh kein Problem mit dem Thema. „Die einzigen, die sich was dabei denken, sind Erwachsene.“

Serienstar Lars Steinhöfel: Coming-out hat Anderen Mut gemacht

„Unter uns“-Star Lars Steinhöfel stellt im September 2018 erstmals seinen Partner Dominik vor. Foto: Julian Erksmeyer – www.erksmeyer.com

Viel positives Feedback

Dass das Thema in der Gesellschaft dennoch noch immer polarisiere, sei klar. Es gehe bei den Zuschauern aber oft gar nicht um die Frage homo- oder heterosexuell, sondern mehr um die, wie viel Sex am Vorabend den ganz jungen Zuschauern im Fernsehen zugemutet werden dürfe.

Dass seine Figur sich in einen Mann verliebt, fand der Schauspieler anfangs nicht gut: „Damit rückte die Rolle noch einen Ticken näher an mein Privatleben.“ Aber er habe Vertrauen in die Produzenten gehabt und bekomme viel positives Feedback vom Publikum. Nun wünscht er sich, dass es bei Easy künftig auch um Hochzeit und Adoption geht. „Das ist ein relevantes Thema, auch privat. Da gibt es einige Hürden, die Homosexuellen in den Weg gestellt sind.“ (dpa/KT)

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