17.09.2020 14:53 Uhr

Sharon Stone: „Es wollte einfach keiner etwas damit zu tun haben“

Viele Promis sprachen bereits offen über ihre psychischen Probleme, trotzdem ist es immer noch ein Tabu-Thema. Das muss sich ändern, fordert Sharon Stone.

imago images / Starface

Auch wenn in letzter Zeit viele Promis ganz offen über ihre psychischen Probleme gesprochen haben – es ist immer noch ein Tabu-Thema. Das muss sich ändern, fordert Sharon Stone. Der 62-jährige Hollywood-Star findet, die Gesellschaft müsse offener über psychische Erkrankungen reden.

Tabletten sind keine Hilfe

Der Kopf sei „der wichtigste und komplizierteste Teil des Körpers. Es ist unser Sicherungskasten“, sagte die Schauspielerin der Deutschen Presse-Agentur. „Und wenn wir nicht darüber reden können, dass jemand kämpft und Hilfe braucht und die Hilfe, die kommt, bloß ein paar Tabletten sind, dann ist das nicht fair und hilfreich.“

Quelle: instagram.com

Sie habe schon als Kind erlebt, dass Krankheiten wie Krebs tabuisiert wurden. Das sei bei Problemen mit der Psyche ähnlich. „Ich hatte einen Schlaganfall und eine Hirnblutung. Als ich mir damals Hilfe suchen wollte, um wieder auf die Beine zu kommen, gab es keine. Es wollte einfach keiner etwas damit zu tun haben.“

Darum geht’s in „Ratched“

Die amerikanische Schauspielerin ist ab Freitag (18.9.) in der Netflix-Serie ‚Ratched‘ als Millionärin zu sehen, die aus Rache den Leiter einer psychiatrischen Anstalt umbringen lassen will. Die spannende Drama-Serie ‚Ratched‘ von Ryan Murphy und Ian Brennan erzählt die Geschichte der Krankenschwester Mildred Ratched, die sich 1947 im Norden Kaliforniens an einer führenden psychiatrischen Klinik bewirbt, an der neue und verstörende Experimente am menschlichen Gehirn durchgeführt werden.

Sharon Stone: „Es wollte einfach keiner etwas damit zu tun haben"

Foto: Saeed Adyani/Netflix

Auf ihrer geheimen Mission präsentiert sich Mildred als die perfekte Krankenschwester. Aber die Zeit bleibt nicht stehen und während sie allmählich immer tiefer in das System der psychiatrischen Klinik mit ihren Insassen eindringt, wird hinter Mildreds freundlicher Fassade ihre dunkle Seite immer stärker, die schon lange in ihr schwelt. Echte Monster werden nicht geboren, sondern sie werden geschaffen.

Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern

‚Ratched‘ ist inspiriert von der legendären und unvergessenen Schwester Ratched aus ‚Einer flog über das Kuckucksnest‘ und wurde von Evan Romansky geschrieben. In der Serie spielen unter anderem Sarah Paulson (Mildred Ratched), Cynthia Nixon (Gwendolyn Briggs), Judy Davis (Schwester Betsy Bucket), Sharon Stone (Lenore Osgood) und Jon Jon Briones (Dr. Richard Hanover) mit.

Ausführende Produzenten der Serie sind Ryan Murphy, Ian Brennan, Sarah Paulson, Alexis Martin Woodall, Aleen Keshishian, Jacob Epstein, Jennifer Salt, Margaret Riley, Michael Douglas, Robert Mitas und Tim Minear.

KT/ dpa-infocom, dpa:200917-99-595755/3

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