Sonntag, 9. Februar 2014 20:47 Uhr

Shia LaBeouf sorgt für ganz große Verwirrung auf der Berlinale

Mit einem Hollywoodstar wie George Clooney, zwei deutschen Wettbewerbsbeiträgen und  Lars von Triers ‚Nymphomaniac‘-Film hat die Berlinale am Wochenende gleich mehrere Höhepunkte erlebt, aber auch ihren ersten Skandal.

Shia LaBeouf sorgt für ganz große Verwirrung auf der Berlinale

Dominik Graf schickte ‚Die geliebten Schwestern‘, eine Dreiecksgeschichte um den Dichter Friedrich Schiller, ins Rennen um den Goldenen Bären, während Dietrich Brüggemann in ‚Kreuzweg‘ von religiösen Fanatikern in Deutschland erzählt.

Lars von Trier provozierte auf seine eigene Weise. Beim Fototermin trug der 57-jährige dänische Regisseur ein schwarzes T-Shirt, auf dem das Symbol des Filmfestivals Cannes, eine stilisierte Palme, zu sehen war und unter der ‚Persona non grata‘ stand. Von Trier spielte damit darauf an, dass das Filmfest ihn 2011 nach Nazi-Äußerungen zur Persona non grata, zur unerwünschten Person, erklärt hatte.

Shia LaBeouf sorgt für ganz große Verwirrung auf der Berlinale

Zur Pressekonferenz erschien der Regisseur in Berlin gar nicht erst, zeigte allerdings eine Langfassung seines ersten ‚Nymphomaniac‘-Films mit Hauptdarstellerin Charlotte Gainsbourg – ein emotional düsteres Drama um eine sexsüchtige Frau. Zur Berlinale war die ungekürzte Fassung seines Films gezeigt worden. Im Kino soll eine um 90 Minuten kürzere Version gezeigt werden.

Für eine Überraschung bei der Premiere sorgte Hauptdarsteller Shia LaBeouf. Er hatte sich eine Papier-Tüte mit der Aufschrift „Ich bin nicht mehr berühmt“ über den Kopf gestülpt. Offenbar steckt ihm noch die unangenehme Plagiatsaffäre in den Knochen.

Shia LaBeouf sorgt für ganz große Verwirrung auf der Berlinale

Bei der Pressekonferenz zuvor mit Uma Thurman, Stacey Martin, Stellan Skarsgard und Christian Slater, war er nach Beantwortung der ersten Frage aus dem Saal gestürmt. (Hier geht’s zum Video!)

Der sichtlich genervte 27-Jährige war gefragt worden, wie es sei, einen Film mit so vielen Sex-Szenen zu drehen. Darauf antwortete er: „Wenn die Möwen dem Fischdampfer folgen, dann machen sie das, weil sie glauben, dass Sardinen ins Meer geworfen wurden. Vielen Dank.“ Er  hinterfließ nicht nur verdutzte Gesichter unter den anwesenden Journalisten, sondern auch bei seinen Filmkollegen. Der Satz ist ein Zitat, das von dem französischen Ex-Fußballer Eric Cantona stammt, den dieser bei einer Pressekonferenz 1995 gesagt hatte. (Zu sehen in dem Film ‚Loking For Eric).

Shia LaBeouf sorgt für ganz große Verwirrung auf der Berlinale

Co-Star Christian Slater lockerte die arg verwunderte Runde schnell wieder auf: „Offensichtlich ist das Drehbuch vollgepackt mit Sardinen… eine Sardine nach der anderen.“

Shia LaBeouf gilt bekanntlich als zunehmend schwierig und soll gestern zudem in der Hotellobby des Ritz-Carlton angeblich auf drei Männer losgegangen sein, die ihn fotografieren wollten.

Mehr zum Thema: Lars von Trier für “Nymphomaniac” in Berlin stürmisch gefeiert

Hauptdarstellerin Charlotte Gainsbourg, die nicht mit angereist war, sagte unterdessen über den Film im Interview mit der ‚Welt‘: „Ich kann allen, die einen Porno erwarten, nur raten: Gehen Sie nicht in diesen Film. Der Sex darin macht garantiert keinen Spaß, und ich selbst habe auch keine echten Beischlafszenen gedreht, das lehne ich komplett ab. Dabei kamen Doubles zum Einsatz.“

Bei den 64. Internationalen Filmfestspielen Berlin laufen 400 Filme aus aller Welt. 20 davon konkurrieren im Wettbewerb, aus Deutschland sind vier Filme dabei. Die Bären-Trophäen werden am Samstag vergeben. (dpa/KT)

Fotos: WENN.com

Das könnte Euch auch interessieren