Shirin David wütend: „Ich bin nicht eure Quotenfrau, die ihr kostenlos abrufen könnt!“

Shirin David wütend: „Ich bin nicht eure Quotenfrau, die ihr kostenlos abrufen könnt!"
Shirin David wütend: „Ich bin nicht eure Quotenfrau, die ihr kostenlos abrufen könnt!"

IMAGO / Gartner

05.03.2021 11:44 Uhr

Shirin David tobt vor Ärger! Die Rapperin und Influencerin hat eine lange Wutrede auf Instagram gehalten und ist außer sich. Aber was ist nur vorgefallen?

Am 8. März wird weltweit der internationale Frauentag zelebriert und seit 2019 ist der Tag zumindest in Berlin ein gesetzlicher Feiertag. Nachdem Berlin eines der Schlusslichter in Sachen Feiertage war, hat die Hauptstadt endlich einen weiteren freien Tag dazu bekommen.

Viele Anfragen zum Frauentag

Der kommende Frauentag oder eher gesagt die Anfragen, die Shirin David dazu bekam, waren der Anlass für ihre Wutrede. In den letzten Jahren hatte sich die Rapperin und Sängerin vermehrt für Frauenpower, Gleichberechtigung und modernen Feminismus ausgesprochen.

Für viele anscheinend ein Grund, sie anlässlich des Frauentags für Formate oder Interviews anzufragen, was die Wahl-Berlinerin richtig wütend gemacht hat, dass ihre Meinung anscheinend nur an diesem einen speziellen Tag so gefragt ist.

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Shirin: „Frauen existieren 365 Tage im Jahr!“

In einem öffentlichen Statement auf Instagram schreibt sie an „alle Medien, die sie in den letzten Wochen für ihre lustlosen Beiträge zum Weltfrauentag angefragt haben“:

„Frauen existieren, ob ihr es glaubt oder nicht, 365 Tage im Jahr und nicht nur am Weltfrauentag. Ladet mich und meine Kolleginnen doch mal ein, wenn es um wichtige Diskussionen zu Themen wie Kultur & Politik geht. Anstatt zum Weltfrauentag irgendwelche performativen Beiträge zu #Frauenpower zu veröffentlichen.“

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Sie fordert mehr Frauen in wichtigen Positionen

Es ist nicht zu übersehen, wie aufgebracht Shirin zu sein scheint: „…schaut euch doch mal in euren leicht männerdominierten Chefetagen um und überlegt euch, ob man nicht stattdessen dort etwas an der #Frauenpower arbeiten sollte.“

Shirin, die sich als eine der wenigen Frauen tagtäglich in der männerdominierenden Deutschrap-Szene behaupten muss, fordert: „Wir wollen mehr Moderatorinnen, mehr Nachrichtensprecherinnen, mehr Kamerafrauen, mehr Lichtfrauen und mehr Frauen in hohen Positionen und keine pseudo-aktivistischen Beiträge, die den Fakt, dass ihr euch den Rest des Jahres mit Talkshow Panels, die aus weißen Männern bestehen, zufrieden gebt, verschleiern sollen.“

Shirin: „Ich bin nicht eure Quotenfrau“

Am Ende stellt sie klar, dass von solchen Anfragen in Zukunft abgesehen werden kann, denn sie möchte nicht nur an einem Tag im Jahr nach ihrer Meinung gefragt werden und erst recht nicht for free:

„Run me my Pachcheck. Ich bin nicht eure Quotenfrau, die ihr kostenlos abrufen könnt, wenn euch an einem Tag im Jahr mal wieder einfällt, dass eine Frau ja vielleicht doch etwas Nützliches zu sagen haben könnte.“

(TT)