Mittwoch, 11. Oktober 2017 14:32 Uhr

Sibel Kekilli kritisiert Einstellung vieler Türken in Deutschland

Das Verhältnis zwischen Deutschland und der Türkei war ja bekanntlich schon mal besser. Dies spürt auch Schauspielerin Sibel Kekilli.

Sibel Kekilli kritisiert Einstellung vieler Türken in Deutschland

Sibel Kekilli mit Yasin Boynuince aus „Bruder – Schwarze Macht“. Foto: Becher/WENN.com

Die aus der Serie „Game of Thrones“ und früher auch aus dem Kieler „Tatort“ bekannte Schauspielerin Sibel Kekilli (37) spricht Klartext. Die 37-Jährige kritisiert die Einstellung vieler Türken in Deutschland. In ihrer neuen Thriller-Serie „Bruder – Schwarze Macht“ spielt sie eine Deutschtürkin – eine Rolle, die sie mit gemischten Gefühlen betrachtet: „Ich werde so oft gefragt: ‚Du, was geht denn in deinem Land ab?‘, oder: ‚Was ist denn mit deinem Präsidenten los?‘ – Ich antworte: ‚Mein Präsident ist Frank-Walter Steinmeier. Was soll mit ihm los sein?'“, sagte Kekilli jetzt dem Magazin „Glamour“.

„Viele Deutschtürken, die hier leben, machen den Fehler, dass sie sagen: „Mein Präsident ist der in der Türkei!“ Mein Land aber ist Deutschland. Und darum möchte ich auch nicht dauernd die Türkin spielen müssen.“

Sibel Kekilli kritisiert Einstellung vieler Türken in Deutschland

Sibel (Sibel Kekilli) kämpft an mehreren Fronten. Foto: ZDF/Sandra Hoever

Sibel wird oft angefeindet

Für solche offenen Worte wird Kekilli häufig auch angefeindet. Deshalb hat sie kurzzeitig ihren Instagram-Account auf privat umgestellt: „Mir ist der Kragen geplatzt. Ich werde seit meinem Film ‚Gegen die Wand‘ vor allem von Türken beschimpft, beleidigt, sexuell belästigt. Ich erhalte Morddrohungen. Das Internet holt das Böseste aus den Menschen heraus.“

Sibel Kekilli kritisiert Einstellung vieler Türken in Deutschland

Der salafistische Imam Abu Nour (Lennart Lemster, M.v.) wird von Sibel (Sibel Kekilli, M.h. ) mit der Waffe bedroht. Foto: ZDF/Gordon Timpen

Die vierteilige Dramaserie mit Sibel Kekilli startet am 29. Oktober in ZDF neo. Und darum geht’s: Der 21-jährige Deutschtürke Melih (Yasin Boynuince) hat seinen Platz in der Gesellschaft noch nicht gefunden und wendet sich dem Salafismus zu. Mit allen Mitteln versucht seine ältere Schwester Sibel (Sibel Kekilli), die als Polizistin arbeitet und sich gut in Deutschland integriert hat, ihren Bruder davon abzubringen, sich zu radikalisieren. (dpa/KT)

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