Sonntag, 26. Januar 2020 15:02 Uhr

Sido sorgt für Verwirrung in Kitzbühel

imago images / Future Image

Der Berliner Rapper Sido hat bei einem Auftritt mit einer Bemerkung auf Adolf Hitler angespielt – und brachte das Publikum gegen sich auf.

Mit einer Anspielung auf Diktator Adolf Hitler hat Rapper Sido bei einem Auftritt in Kitzbühel für tiefes Befremden gesorgt. Als Reaktion auf das angesichts seines Auftritts reservierte Publikum sagte der 39-Jährige: „Wir brauchen jetzt hier ein bisschen deutsche Gründlichkeit, die uns ein Österreicher beigebracht hat“. Hitler (1889-1945) wurde in Braunau am Inn in Österreich geboren.

Gabalier als „Schwabbel“ beleidigt?

In einer Instagram-Story schrieb Sido in Richtung „Bild“-Zeitung, die von seinem Auftritt berichtet hatte: „Liebe Bild, dass ich bei Auftritten in Österreich ab und an Bezüge zum dritten Reich herstelle ist mittlerweile gute Tradition. Ihr könnt also wieder in Ruhe gegen Minderheiten hetzen und die Gesellschaft spalten!!! Gute Nacht!!!“

Die 2.500 Gäste der traditionellen Weißwurstparty beim „Stanglwirt“ in Kitzbühel hatten sich anlässlich des Hahnenkamm-Wochenendes getroffen.

Sido, der bei Castingshows im TV als Juror im Einsatz ist, brachte das Publikum auch mit anderen Äußerungen gegen sich auf. So bezeichnete er den österreichischen Schlagersänger Andreas Gabalier als „Schwabbel“.

Das sagt Sidos Ehefrau

Der „Stanglwirt“ distanzierte sich von sämtlichen getätigten Aussagen. „Wir wollten unsere Gäste mit Sido und seinen beliebten Chart-Hits eigentlich positiv überraschen und unser Haus auch für neue Musik-Genres öffnen. Auch wenn die Aussagen von Sido vielleicht ironisch gemeint waren, sind sie schockierend und enttäuschen unser entgegengebrachtes Vertrauen sehr“, so Maria Hauser, Juniorchefin des „Stanglwirts“.

Sidos Ehefrau Charlotte Würdig erklärte gegenüber der ‚Bild‘-Zeitung: „Ich kann das nicht mehr hören! Wer soll ein Nazi sein!? Paul? Unfassbar. Ich war da. Und viele andere auch. Und wer Ironie nicht versteht, versteht sie halt nicht. Ich habe nicht EINEN getroffen, der das anders verstanden hat.“ (dpa/KT)

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