Skandal: YouTuber James Charles gesteht Sexting mit Minderjährigen

Skandal: YouTuber James Charles gesteht Sexting mit Minderjährigen
Skandal: YouTuber James Charles gesteht Sexting mit Minderjährigen

© James Charles

03.04.2021 21:55 Uhr

Lange war es ruhig um ihn, nun kommt es richtig hart: Beauty-YouTuber James Charles muss sich heftigen Anschuldigung stellen, gibt alles zu - und reitet sich richtig tief rein...

Im Zeitalter von sozialen Medien und der Corona-Pandemie hat Sexting immer mehr Fans gefunden. Wie es aussieht, ist auch Beauty-YouTuber James Charles ein Freund der virtuellen Sexpraktik. So weit, so gut. Wäre da nicht der Aspekt, dass der 21-jährige US-amerikanischer YouTuber und Make-up-Artist diese mit Minderjährigen durchgeführt hat.

Virtueller Sex

Im Grunde genommen ist Sexting ganz einfach: Zwei oder mehr Partien schreiben gemeinsam über sexuelle Fantasien und was sie mit dem jeweils anderen machen möchten und untermalen das Ganze mit heißen Bildchen und Videos. Besonders in Zeiten der Pandemie, in der viele ihre Sexualkontakte reduziert haben, ist das durchaus eine akzeptable Lösung.

James Charles stellt sich Vorwürfen

Vor nicht allzu langer Zeit tauchten dann Anschuldigungen gegen den Beauty-YouTuber auf, die besagten, dass James mit zwei 16-jährigen Fans gesextet und dann aber noch Bilder verlangt haben soll. Obwohl er diese Vorwürfe zuerst dementierte, taucht nun ein Video auf: „Ich lege Rechenschaft ab“ lautet der Titel.

Er gibt zu, dass die Vorhaltungen wahr sind und entschuldigt sich. Fans sind geschockt!

Jugendpornografie und Grooming

Da James in den USA mit 21 Jahren als Erwachsener gilt, sind generelle sexuelle Handlungen mit Minderjährigen verpönt, da es sich um sogenanntes „Grooming“ handelt. „Grooming“ bedeutet so viel wie Pädokriminalität. Obwohl James behauptete, sich dem Alter seiner Sexting-Partner nicht bewusst zu sein, ist es dennoch strafbar.

Und was die Forderung nach sexuellen Bildern betrifft: Bei 16-Jährigen fällt das in den USA unter Jugendpornografie und der Besitz und die Verbreitung davon sind strafbar.

Empörung von Fans

Auf Twitter ist die Empörung dementsprechend groß. Bereits in der Vergangenheit, als Teil von „Dramageddon“, musste sich James Vorwürfen von Kollegin Tati Westbrook stellen, die ihm vorwarf, einen heterosexuellen Mann für Sex zu manipulieren mit seiner Berühmtheit. Diese Vorwürfe wurden zwar von James und dem betroffenen Mann zurückgewiesen, helfen seiner Situation aber nicht wirklich.

James nutzt seine Privilegien

Für die Twitter-Gemeinde ist klar: James mit seinen 25,6 Millionen Followern allein bei YouTube nutzt seine Privilegien. Denn für eine Straftat reicht ein Entschuldigungsvideo nicht, doch genau das scheint James zu glauben. Eine Userin bringt es perfekt auf den Punkt: „Um Verantwortung zu übernehmen, müsste James Charles zur Polizei gehen und sich seiner gerechten Strafe stellen.“

Ähnlicher Fall führte zu Haft

Im Jahr 2017 gab es einen ähnlichen Fall. Der ehemalige YouTuber und Musiker Austin Jones wurde von mehreren minderjährigen Fans beschuldigt, mit ihnen gesextet zu haben. Ihm wurde der Besitz von Kinderpornografie nachgewiesen und seit 2019 sitzt der 28-Jährige seine zehnjährige Haftstrafe ab. Allerdings sind Austins Vergehen noch um einiges schwerwiegender, da er selbst Kinderpornografie hergestellt hat.

James Charles könnte nun ein ähnliches Schicksal erwarten, schließlich gibt er in seinem Video aller Öffentlichkeit zu verstehen, dass er Jugendpornografie besitzt – oder zumindest besessen hat. Die Aussage, er hätte das Alter der Jugendlichen nicht gewusst, wird einer Verurteilung kaum im Wege stehen, denn: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Das muss James nun möglicherweise auf die harte Tour lernen… (AKo)