15.11.2020 09:30 Uhr

So haben sich Diana und Prinz Charles wirklich kennengelernt

Prinz Charles lernte seine spätere Ehefrau Diana durch deren Schwester kennen. Auch mit ihr hatte der Thronfolger eine kurze Beziehung.

imago/Photoshot/John Shelley Collection

Staffel vier von „The Crown“ ist da und die Netflix-Serie über das Leben von Queen Elizabeth II. (gespielt von Olivia Colman) und ihrer Familie bekommt Zuwachs: Lady Diana Spencer (Emma Corrin) erobert das Herz von Prinz Charles (Josh O’Connor) und schließt sich den Royals an. So haben sich Prinz Charles (72) und Diana (1961-1997) im wahren Leben kennengelernt.

Prinz Charles und Lady Diana Spencer sahen sich 1977 das erste Mal, als er 29 und sie gerade mal 16 Jahre alt war. Sehr beeindruckt scheint die spätere Braut noch nicht von ihrem Prinzen gewesen zu sein. Der Thronfolger besuchte damals als Gast von Dianas älterer Schwester, Lady Sarah McCorquodale (65), ein Jagdfest in Althorp, dem Familiensitz der Spencers. Charles war mit Dianas Schwester Sarah liiert – als diese mit der Romanze zur Presse ging, soll der Royal sie verlassen haben.

„Was für ein trauriger Mann“

Für Diana schien eine Beziehung mit dem Sohn der Königin einen entscheidenden Vorteil zu haben. Autorin Tina Brown (66) schreibt laut „Town&Country“ in „The Diana Chronicles“: Diana, selbst Scheidungskind, habe ihren Freunden angeblich im Scherz erzählt, sie würde eines Tages Charles heiraten – er sei „der einzige Mann auf dem Planeten, der sich nicht von mir scheiden lassen darf“. Später verriet Diana dann aber ihrem Biographen Andrew Morton (67), Autor von „Diana: Ihre wahre Geschichte in ihren eigenen Worten“, dass sie bei der ersten Begegnung mit dem zukünftigen König nur dachte: „Gott, was für ein trauriger Mann.“

Charles hingegen schwärmte laut „The Telegraph“ in einem Interview 1981, er habe bei dem ersten Treffen gedacht, Diana sei lustig, amüsant und eine attraktive 16-Jährige, „sie war voller Leben“. Bis Diana auch von ihm überzeugt war, sollte es aber noch drei weitere Jahre dauern.

„Wie ein Welpe“

Im Juli 1980 waren Charles und Diana bei Philip de Pass in Sussex eingeladen. Wie die TV-Doku „Diana: In Her Own Words“ 2017 aufdeckte, verriet sie ihrem Sprachtrainer Anfang der 90er Jahre zu diesem Treffen: „Er hatte mit seiner Freundin Schluss gemacht und sein Freund Mountbatten war gerade getötet worden. Ich dachte, es wäre schön, ihn zu sehen.“ Charles‘ Großonkel Louis Mountbatten starb 1979 durch ein Attentat. Er galt als Ersatzvater für Charles.

Im Gegensatz zu ihrem ersten Treffen sollte Charles dieses Mal eine andere Wirkung auf Diana haben: „Ich saß da und dieser Mann kam herein und ich dachte: Nun, diesmal bin ich ziemlich beeindruckt.“ Und das beruhte auf Gegenseitigkeit. Auf Tonbändern, die die Doku enthüllte, sagte Diana Medienberichten zufolge, sie hätte mit ihm über Mountbatten gesprochen, und wie schlimm es gewesen sein musste. Sie habe zu ihm gesagt, er brauche jemanden an seiner Seite. „Daraufhin sprang er mich fast an und begann mich zu küssen und ich dachte: Urgh, das tut man nicht.“ Den Rest des Abends sei er ihr gefolgt „wie ein Welpe“.

Verlobung und Hochzeit 1981

Bald schon musste Diana aber erkennen, wie schwer es ist, einen Prinzen zu daten: Er habe sie eine Woche lang jeden Tag angerufen und dann drei Wochen lang nicht mit ihr gesprochen, sagte sie laut „The Sun“ zu ihrem Sprachtrainer. „Ich dachte: Gut. Nun, er weiß, wo ich bin, wenn er mich will.“ Der Nervenkitzel, als er dann wieder anrief, sei immer „sehr intensiv“ gewesen. Im September 1980, als Diana als Gast von Prinz Charles ein Wochenende in Balmoral verbrachte, bekam auch die Presse Wind von der Romanze. Das Paar soll hauptsächlich miteinander telefoniert haben. Britischen Berichten zufolge haben sich die beiden angeblich nur 13 Mal getroffen, bevor Charles um Dianas Hand anhielt.

Etwa sechs Monate nach Beginn der Beziehung gab der Buckingham Palast am 24. Februar 1981 bekannt: „Mit großer Freude verkünden die Königin und der Herzog von Edinburgh das Hochzeitsversprechen ihres geliebten Sohns, des Prinzen von Wales, mit Lady Diana Spencer, Tochter von Baron Spencer und der ehrenwerten Frau Shand Kydd.“ Den Antrag hatte Charles seiner Auserwählten drei Wochen zuvor gemacht. Bei einem Interview mit BBC Radio sagte er laut „Guardian“, Diana hatte sowieso geplant, mit ihrer Mutter nach Australien zu reisen, und er habe ihr die Chance geben wollen, dort darüber nachzudenken. Diana soll allerdings sofort Ja gesagt haben.

„Es hat mich traumatisiert“

Richtig gut lief es für das Paar aber offenbar von Beginn an nicht. Die Prinzessin erzählte später der TV-Doku zufolge über ein „schreckliches“ Interview zur Verlobung: „Dieser lächerliche Mann fragte: ‚Sind Sie verliebt?‘ Ich dachte: Was für eine kranke Frage. Also sagte ich: ‚Ja, natürlich sind wir das‘, und Charles drehte sich um und sagte: ‚Was auch immer Liebe bedeutet.‘ Und das hat mich total umgehauen. Ich dachte: Was für eine seltsame Antwort. Es hat mich traumatisiert.“

Prinz Charles und Lady Diana Spencer heirateten am 29. Juli 1981 in der St Paul’s Cathedral in London. Die Jahrhunderthochzeit wurde von 750 Millionen Menschen auf der ganzen Welt verfolgt. Das Ehepaar bekam bekanntlich zwei Kinder, Thronfolger Prinz William (38), und Prinz Harry (36). Ende der 1980er Jahre soll die Beziehung zwischen Charles und Diana bereits Risse bekommen haben, 1992 trennte sich das Paar, 1996 folgte die Scheidung.

(hub/spot)