Freitag, 27. Januar 2012 14:37 Uhr

So katapultierten zwei Teenager ein Lego-Männchen ins All

Toronto. Zwei junge Männer aus Toronto/Kanada hatten eine ziemlich interessante Idee: Sie wollten einen Wetterballon mit einer Kamera ausstatten und den ins Weltall schicken. Die zwei 17-jährigen Schüler, Mathew Ho und Asad Muhammad hörten von ähnlichen Projekten aus den USA und Großbritannien.

Denn was andere können, können sie schon lange, dachten sich die beiden Freunde, wie sich Ho erinnert: „Als wir die Videos der anderen gesehen haben, dachten wir uns: Das ist machbar, wir können das auch machen, wenn wir es richtig anstellen!“

Doch nur einen schlichten Ballon ins Weltall zu schicken war den beiden Schülern zu langweilig. Also begannen sie an ihrem Plan zu arbeiten und nahmen ein Legomännchen an Bord, dass das Weltall erobern sollte.

Über einen Zeitraum von ein paar Monaten kreierten sie eine – nun ja – Raumkapsel in Form eines Quaders, der mit vier Kameras ausgestattet war und auf einer Art Rampe außerhalb Platz für den Legomann nebst einer kanadischen Flagge bot.

Und weil das Budget als Schüler eben geringer ist, gingen Ho und Muhammad bei Online-Auktionshäusern auf die Suche nach preisgünstigen Kameras. Den Fallschirm nähten sie kurzerhand selbst: „Wir hatten keine Erfahrungen mit Nähmaschinen, wie man sehen kann, sind die Stiche nicht wirklich gut. Doch es wurde ein wirklich schöner Fallschirm“, findet Muhammad.

Mit einem GPS-fähigen Handy ausgestattet und den Legomann mit einer kanadischen Flagge ausgerüstet, schickten die beiden ihren Raumngleiter vor zwei Wochen hinauf in die Stratosphäre. Beim Start gab es zunächst einige Probleme, den mit Helium gefüllten Ballon bei Wind und Wetter in die Lüfte zu bekommen, doch am Ende klappte alles wie geplant.

So steigt der kleine Legomann ins Weltall hinauf und lässt die Erde hintwer sich tatsächlich mmer kleiner werdend hinter sich, bis der Ballon irgendwann platzt und die Kapsel zurück auf die Erde fällt. Durch einen GPS-Sender im „Cockpit“ konnten Mathew und Asad ihren Legomann schnell ausfindig machen, 120 Kilometer von dem Ort entfernt, wo sie den Ballon steigen ließen. „Ich hatte Angst, dass, wenn er landet, sich der Legomann lösen könnte“, erklärt Asad.

Doch der Legomann samt Raumschiff kamen nach dem aufregenden Trip ins Weltall unbeschadet wieder bei Mathew Ho und Asad Muhammad an. Kaum zu glauben.

Fotos: Global TV/K-ideas

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