Sonntag, 10. Mai 2020 10:55 Uhr

So nahm Siegfried Abschied von Roy

imago images / APress

Siegfried Fischbacher vom weltberühmten Magierduo „Siegfried & Roy“ verriet jetzt, wie er Abschied nahm von seinem Lebensgefährten und Bühnenpartner Roy Horn. Der Magier war am 9. Mai an den Folger einer Corinavirus-Erkrankung verstorben.

Möglicherweise habe er sich bei der Gartenarbeit bei einem der Gärtner mit Corona angesteckt. „Er trug zwar immer Mundschutz, aber vielleicht ist es trotzdem passiert“, verriet Fischbacher erst kürzlich. Schon am 26. April war Roy Horn mit hohem Fieber und Atemproblemen in eine Klinik in Las Vegas eingeliefert worden. „Als die Sanitäter ihn abholten, hat er gefleht: ‚Siegfried, lass mich bitte nicht ins Krankenhaus gehen. Ich komme dann nie wieder raus‘“, so der weltberühmte Magier weiter.

So nahm Siegfried Abschied von Roy

Foto: Starpress/Patrick Becher

Siegfried Fischbacher (80) nahm dann im Schutzanzug und hinter einer Glasscheibe Abschied von Roy. „Als ich in die Klinik gerufen wurde, war ich nicht darauf vorbereitet, von Roy Abschied zu nehmen“, erzählte er jetzt im Interview mit der „Bild“-Zeitung. „Aber als ich ihn dann sah, durch die Glasscheibe, da habe ich gespürt: Er möchte, dass es vorübergeht.“

„Ich bin nicht allein“

Beide hätten sich ein Leben lang ohne Worte verstanden, so Fischbacher weiter. „Also habe ich ihn in Gedanken gefragt: Roy, geht es dir gut? Da hat er mit dem Kopf genickt. Dann habe ich ihn gefragt: Möchtest du gehen? Dann hat er mir mit den Fingern das Zeichen gegeben, ja. Und dann habe ich ihm Danke gesagt. Für das märchenhafte Leben, das wir uns zusammen aufgebaut haben.“

Roy werde weiter an seiner Seite bleiben. „Ich werde beim Abendessen weiterhin für ihn decken lassen, so wie es immer war. Ich bin nicht allein.“

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