Dienstag, 27. Februar 2018 17:16 Uhr

So werden also die Oscar-Preisträger gewählt

Mehr als 8400 Akademie-Mitglieder dürfen ihre Stimme für die diesjährigen Oscars abgeben. Darunter sind auch Daniel Brühl und Fatih Akin, die im letzten Jahr von der Akademie eine Einladung erhalten haben.

So werden also die Oscar-Preisträger gewählt

Hier reffen die Abstimmungsbögen ein. Foto: Greg Harbaugh / A.M.P.A.S.

Jeweils am Dienstag vor der Vergabe der Oscars müssen die Stimmzettel eingegangen sein (also heute). Die mehr als 8400 Mitglieder der Akademie können in der Endrunde in allen 24 Kategorien von Kamera bis bester Film abstimmen. Die meisten Nominierungen waren zuvor von den einzelnen Branchen gewählt worden. Es gibt 17 Berufszweige, darunter stellen die Schauspieler und die Produzenten die größten Gruppen.

Der Weg in die Academy of Motion Picture Arts and Sciences führt über eine Oscar-Nominierung, über Empfehlungen oder besondere Verdienste um den Film. Man kann sich keine Mitgliedschaft erkaufen, man wird berufen.

So werden also die Oscar-Preisträger gewählt

Alle Abstimmungsunterlagen werden gesichtet. Foto: Greg Harbaugh / A.M.P.A.S.

744 Einladungen an neue Mitglieder

2017 wurden 744 Einladungen an neue Mitglieder verschickt, eine Rekordzahl. Auf der Liste standen 24 Oscar-Preisträger und Vertreter aus 57 Ländern, darunter der deutsche Schauspieler Daniel Brühl („Rush – Alles für den Sieg“) und der Hamburger Regisseur Fatih Akin („Aus dem Nichts“). Frauen machten 39 Prozent der neuen Kandidaten aus. Damit stieg der Frauenanteil in der Organisation auf 28 Prozent an, verglichen mit 25 Prozent im Jahr 2015. Der Anteil nicht-weißer Mitglieder ging demnach von 8 auf 13 Prozent hoch. Die Oscar-Akademie setzte damit ihre Bemühungen um mehr Vielfalt fort.

So werden also die Oscar-Preisträger gewählt

Rick Rosas und Brad Oltmann von PricewaterhouseCoopers mit den Gewinnerumschlägen von
2012 in der Tasche. Foto: Matt Brown/ A.M.P.A.S.

Die Oscar-Juroren müssen ihre Stimmzettel mit der Post oder online einreichen. Nach alter Tradition zählt die Prüfgesellschaft PricewaterhouseCoopers die Stimmen von Hand an einem geheimen Ort aus. Bis 2017 kannten nur zwei Mitarbeiter vorab den Ausgang der Wahl. Sie brachten die streng gehüteten Ergebnisse in 24 Kategorien in versiegelten Umschlägen direkt zur Preis-Gala.

In diesem Jahr ist erstmals ein dritter Mitarbeiter für eine zusätzliche Kontrolle eingeweiht. Nach dem Oscar-Patzer mit vertauschten Umschlägen im vorigen Jahr hat die Filmakademie bessere Vorkehrungen gegen solche Pannen beschlossen. (dpa)

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