Donnerstag, 24. Mai 2018 16:12 Uhr

„Solo: A Star Wars Story“ funktioniert auch als Einstiegsdroge

Entstaubt und gelungen: „Solo: A Star Wars Story“ – ab heute im Kino – ist die rasant und spannend erzählte Geschichte, wie Han Solo zu dem Piloten wurde, dem die gesamte Star-Wars-Geschichte eine Menge Action und noch mehr Witz verdankt! Während andere auf den Ableger eindreschen, finden wir’s super.

„Solo: A Star Wars Story“ funktioniert auch als Einstiegsdroge

Foto: Lucasfilm Ltd.

Um es gleich vorweg zu sagen: man muss weder alle anderen Star Wars Teile vorwärts und rückwärts beten können, um Spaß an „Solo: A Star Wars Story“ zu haben. Der Streifen funktioniert als – Achtung Sprachwitz – Solo oder als „Einstiegsdroge“ für alle anderen Sternenkriegerfilme. Und da die Zeit nicht zurückgedreht werden kann, hat der heutige Zuschauer sogar die Wahl, sich die gesamte Saga reinzuziehen. Er kann mit „Episode I: Die dunkle Bedrohung“ aus dem Jahr 1999 oder, wenn der klassische Weg der Star Wars Saga verfolgt werden möchte, mit Teil IV „Eine neue Hoffnung“ aus dem Jahr 1977 losgelegen.

Wenn alle Episoden gesehen, verstanden und ausdiskutiert wurden, wird der Sommer zwar vorbei sein, aber endlich ist eine Bildungslücke geschlossen. Aber zurück zum neuen Star-Wars-Abenteuer.

Zehn Jahre davor

Dieses spielt circa zehn Jahre vor „Star Wars: Episode IV“: Han Solo (Alden Ehrenreich), ist Waise, er lebt in einer Art Oliver-Twist-Welt auf seinem Heimatplaneten Corellia. Han muss sich mit Diebstählen jeder Art durchschlagen und haust in einem Kabuff, dass von einem Gang abzweigt, der schier unendlich scheint. Wenigstens ist er nicht allein.

Seine Freundin Qi’Ra (Emilia Clarke) gehört ebenfalls zur Klau-Gang, aber die zwei wollen raus aus der Abhängigkeit. Dabei hilft dann ein zurückgehaltenes Diebesgut, eine Kapsel Energie, wertvoll genug, um die Sicherheitsbeamten am Flugschalter zu bestechen. Enegiekapsel gegen freies Geleit. Es klappt nicht ganz, direkt vor Qi’Ra schließt sich die Tür und sie wird brutal festgenommen. Für Han steht von dem Moment an fest, dass er zurückkommen wird, um Qi’Ra zu finden.

„Solo: A Star Wars Story“ funktioniert auch als Einstiegsdroge

Foto: Lucasfilm Ltd.

Rasant geht es weiter, Han verdient sich als Fußsoldat bei den imperialen Truppen, die Kriegsszenen haben 1. Weltkriegscharakter, und an eine Rückkehr oder sonst irgendwas Angenehmes ist nicht in Sicht. Han ist ein Sunnyboy mit großer Klappe, letztendlich wird er dem Biest zum Fraß vorgeworfen. Das Biest ist ein riesiges ungepflegtes schlammverkrustestes Etwas aus zwei Beinen – Sie ahnen es bereits – ein sprechender Langhaar-Teppich namens Chewbacca!

Endlich mit der Kennenlernszene

Die Kennenlernszene eines der berühmtesten Paare in der Filmgeschichte ist witzig und natürlich sportlich, denn gefressen wird hier niemand. Der Rest der Truppe in der Armee stimmt wenigstens auch: Da ist u.a. der Vorgesetzte Tobias Beckett (Woody Harrelson), die Meisterschützin Val (Thandie Newton) und der vierarmige Pilot Rio Durant (im Original gesprochen vom Schauspieler, Regisseur und Marvel-Produzent Jon Favreau). Beckett wird von Dryden Vos (schön fies der Brite Paul Bettany) für einen Zugüberfall rekrutiert. Und mit dem Dryden Vos ist definitiv nicht gut Kirschen essen.

„Solo: A Star Wars Story“ funktioniert auch als Einstiegsdroge

Foto: Lucasfilm Ltd.

Ein Zugüberfall, das hört sich erstmal machbar an, aber natürlich nicht in Star Wars – sehr cool und Action satt! Begleitet wird Han dabei unter anderem von seinem neuen, treuen Freund Chewbacca (Joonas Suotamo) und von den mehr oder weniger vertrauenswürdigen Kumpanen, bis Han an einem Kartentisch landet, an dem der Schmuggler Lando Calrissian (Donald Glover) die Karten mischt und bald ist sein Weltraumflitzer, der Millennium Falke Spieleinsatz!

Die zentrale Frage in „Solo: A Star Wars Story“ dreht sich immer darum, wem vertraut werden darf und selbstverständlich: Wird Han seine große Liebe Qi’Ra zurück gewinnen?

„Solo: A Star Wars Story“ funktioniert auch als Einstiegsdroge

Foto: Lucasfilm Ltd.

Fazit: „Solo: A Star Wars Story“ ist Teil der Sternenkriegssaga, kann aber problemlos als Solitär gesehen werden. Vorkenntnisse sind manchmal hilfreich, aber wirklich nicht notwendig. Es gilt aber Ansteckungsgefahr mit dem Star-Wars-Fieber! (Katrin Wessel)

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