Donnerstag, 31. Dezember 2015 15:57 Uhr

„Stadlshow“ heute Abend: Zweiter und letzter Versuch?

Spannend wird es: Von der Machart und den Quoten der ‚Stadlshow‘ zum Jahreswechsel wird die Zukunft der Sendung abhängen. Im Januar wollen die beteiligten TV-Anstalten eine Entscheidung fällen.

"Stadlshow" heute Abend: Zweiter und letzter Versuch?

Unter Karl Moik stand der ‚Musikantenstadl‘ in der ersten Riege deutscher TV-Unterhaltung. Rund 25 Jahre lang war „Mr. Musikantenstadl“ bis 2005 mit der Sendung in den Wohnzimmern präsent. Unter seinem Nachfolger Andy Borg gingen die Quoten in den vergangenen zehn Jahren bereits zurück. Nun ist die Zukunft des TV-Klassikers mehr als ungewiss. Die Neuauflage als ‚Stadlshow‘ im September floppte.

Das neue Moderatorenduo Francine Jordi (38) und Alexander Mazza (43) steht nun bei der Silvesterausgabe aus Linz (20.15 in der ARD) schon gehörig unter Druck.

"Stadlshow" heute Abend: Zweiter und letzter Versuch?

Bis vor kurzem waren die Hoffnungen noch groß. Tradition und Moderne sollte die neu gestaltete «Stadlshow» vereinen. Mit Auftritten ohne Voll-Playback und einem breiteren musikalischen Spektrum sollten vor allem auch wieder jüngere Zuschauer für die in die Jahre gekommene Sendung gewonnen werden. „Unser Spagat wird sein, die alten Zuschauer zu behalten und neue hinzuzugewinnen“, sagte Mazza bei der Präsentation im Spätsommer. Doch die Premiere misslang. Rund 2,5 Millionen Zuschauer bedeuteten im September in Offenburg das Tief in der Geschichte des Volksmusikklassikers. Die Sendung ist eine der ältesten TV-Shows in Deutschland, sie läuft als Eurovisionssendung auch in Österreich und der Schweiz.

"Stadlshow" heute Abend: Zweiter und letzter Versuch?

Die Kritiken für die Neuauflage waren zum Teil niederschmetternd. „Für wen war das denn gedacht?“, fragte etwa ‚Sueddeutsche.de‘ angesichts einer unausgegorenen Show, mehr gewollter als gekonnter Après-Ski-Stimmung und wenig Zeit zum Schunkeln. Auch bei den beteiligten Sendern, neben der ARD sind dies noch der Österreichische Rundfunk (ORF) und das Schweizer Fernsehen SRF, herrschte Missstimmung. Nach der Silvesterausgabe solle noch einmal beraten und über die Zukunft der Show entschieden werden, hieß es dort zuletzt.

In die Gestaltung des „Silvesterstadls“ sollten noch Zuschauerwünsche und -kritiken mit einfließen. Die gut dreieinhalbstündige Show zu Silvester wird damit schon zur entscheidenden Bewährungsprobe.

"Stadlshow" heute Abend: Zweiter und letzter Versuch?

Auf dem Programm für heute Abend stehen in der bereits aufgezeichneten Sendung nun unter anderem Heino, die Amigos, Saso Avsenik und seine Oberkrainer, Bernhard Brink, die Edlseer, die Schlagerboyband Feuerherz, Tom Gaebel, GG Anderson, Hermes House Band, Marianne Rosenberg, das Nockalm Quintett, Oesch’s die Dritten sowie Sigrid & Marina. Newcomer sollten die Gelegenheit bekommen, sich mit bekannten Schlagertiteln einem breiten Publikum zu präsentieren, verspricht zudem ORF-TV-Unterhaltungschef Edgar Böhm. Ob das genügt, um den ‚Stadl‘ zu retten, muss sich jedoch zeigen.

"Stadlshow" heute Abend: Zweiter und letzter Versuch?

Fotos: ORF/Peter Krivograd

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