Samstag, 7. Dezember 2013 18:41 Uhr

Standesbeamte haben am 11.12.13 alle Hände voll zu tun

Jawort am 11.12.2013 – besonders viele Paare in Deutschland wollen an diesem prägnanten Datum heiraten. „Wir haben an diesem Tag deutlich mehr Eheschließungen als sonst„, sagte Deutschlands oberster Standesbeamter, Jürgen Rast, der Nachrichtenagentur dpa.

Standesbeamte haben am 11.12.13 alle Hände voll zu tun

Auch wenn es kein typisches Schnapszahl-Datum wie der 12.12.2012 ist – „der Termin ist begehrt“, erklärte Rast, der Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Standesbeamten ist. Wie viele Trauungen es mehr sind als sonst, konnte der Verband im hessischen Bad Salzschlirf zwar nicht nennen. «Aber es gibt einen Anstieg. Man hört ja, was so los ist auf den Ämtern», sagte Rast. Der Trend gehe eindeutig hin zu prägnanten Hochzeitsterminen.

Weil das nächste Schnapszahl-Datum noch weit weg ist – 2.2.2022 – suchten sich die Brautleute gern andere Termine: „Die Zahlenkombinationen sind leichter zu merken. Das spezielle Datum wird immer beliebter“, sagte Rast. Brautleute, die sich besondere Datums-Kombinationen aussuchen, haben seiner Beobachtung nach auch eine Vorliebe für Hochzeit-Events.

„Da zeigen wir Standesbeamte natürlich Verständnis. Aber das Wichtigste ist: Die Brautleute sollten bereit sein für die Ehe und sich lieben. Da sind Termine eigentlich unwichtig.“ Nach Rasts Angaben gehen Ehen, die an einem Schnapszahl-Datum geschlossen, schneller in die Brüche – zumindest was das hessische Kassel angeht: „Ich habe es in Kassel mal auswerten lassen: Die an solch einem Tag geschlossenen Ehen halten nicht so lange wie andere“» Der 67-Jährige war elf Jahre Leiter des dortigen Standesamtes.

Dem gesellschaftlichen Trend hin zum Event wie Heiraten im Zeppelin oder im Museum wollen sich die Standesbeamten nicht verschließen. „Der trockene Verwaltungsakt wie am Fließband war gestern. Heutzutage werden die Eheschließungen immer attraktiver und kreativer – mit Musik zum Beispiel.“ Die Standesbeamten entwickelten auch mehr Motivation, ihren Teil zum schönsten Tag im Leben der Brautleute beizusteuern. „Die Beamten gehen viel persönlicher auf das Brautpaar ein. Aber das bedarf natürlich mehr Zeit in der Vorbereitung der Zeremonie.“ (dpa)

Foto: Sylvi Bechle/ Fotolia.com

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