01.07.2020 08:41 Uhr

Stars verärgert über Betrugsmasche in ihrem Namen

Thomas Gottschalk, Dieter Bohlen und Yvonne Catterfeld wehren sich juristisch gegen Fakewerbung für ihre angeblichen Anlagetipps. Was ist dran an den geheimen Bitcoin-Käufen der deutschen Star

imago images / Rudolf Gigler

Seit rund einem Jahr sind sie im Umlauf, die Werbeanzeigen, in denen Stars für Kryptowährungen werben. Was laut Recherchen von Medien wie dem SWR und dem Magazin Marktcheck häufig zunächst seriös wirkt, kann Anleger in echte finanzielle Schwierigkeiten stürzen, denn das einmal eingezahlte Geld auf täuschend echt wirkenden Plattformen ist innerhalb von Sekunden verschwunden und wechselt von Konto auf Konto rund um die Welt. Aber lohnt sich eine echte Anlage über Kryptowährungen wie Bitcoin überhaupt?

Bitcoin kann Portfolios erweitern

Zunächst einmal die gute Nachricht. Wer wirklich in Bitcoin investiert, verliert nicht automatisch sein Geld. Seriöse Handelsplattformen zahlen die erworbenen Anteile in eine Bitcoin Wallet, ein virtuelles Portemonnaie ein, das dann dem aktuellen Tageswert entspricht. Die Diversifikation, also das Aufkaufen verschiedener Anlageinstrumente wie Gold und andere Edelmetalle, Aktien und Sparbriefen und eben auch der Investition in Bitcoin, ist unumgänglich. So wies Harald Seiz, Gründer von Karatbars, auf Blick.de darauf hin, dass durch Corona zur Zeit beispielsweise eine hohe Nachfrage nach Gold aufkomme. In der Krise möchten viele Menschen in ein Metall investieren, das ihnen Vertrauen vermittelt – anders als eine virtuelle Währung. Das lohnt sich, so Seiz, denn Gold wird nie vollständig im Kurs abstürzen, sondern ändert nur von Zeit zu Zeit leicht seinen Wert.

Das steckt hinter den Werbeanzeigen

Die genannten Werbeanzeigen bieten jedoch keinerlei echte Anlageprodukte. Im Gegenteil – sie nehmen das Geld der Nutzer und werfen dafür maximal eine Fehlerseite aus. Statt also in Bitcoins zu investieren, glaubt der Nutzer, er würde das Geld in die Währung umtauschen und stellt dann fest, dass es nicht mehr auffindbar ist. Und das sollen Dieter Bohlen und Thomas Gottschalk unterstützen? Natürlich nicht. Immer wieder warnen Verbraucherschutzmagazine davor, auf diese Anzeigen hereinzufallen. Der Klick selbst ist völlig ungefährlich. So brauchen Fans der Stars keine Sorge haben, dass ihr PC angegriffen wird, wenn sie aus Versehen auf die Werbung klicken. Sie sollten jedoch auf keinen Fall Software herunterladen, Accounts auf beworbenen Plattformen anlegen oder gar Geld einzahlen.

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Promis sind wütend

Immer mehr Prominente empfehlen angeblich, Bitcoins und Co zu kaufen. Sie alle nutzen ihre Instagram- und Twitteraccounts, um aufzuklären, dass sie mit der Sache gar nichts zu tun haben. Aber warum dürfen die Betrüger dann mit ihnen werben? Sie dürfen es nicht. Thomas Gottschalk erklärte dem SWR, dass sein Anwalt alles versucht habe, den Betrug zu verfolgen. Jedoch: Die Betrüger sind nicht auffindbar und das Geld der Geschädigten bleibt verschwunden.

Einfache Überprüfung der Inhalte hilft

Lena Meyer-Landrut soll im Frühstücksfernsehen alle geschockt haben mit ihrem Anlagenportfolio? Heidi Klum hat bei Germany’s Next Topmodel für Bitcoin geworben? Dass das nicht stimmt, denken sich die meisten Anleger bereits. Hier gibt es eine einfache Methode, das Ganze nachzuprüfen: Einfach mal nach dem Clip suchen. Gibt es im weiten Internet keinen Hinweis darauf, dass das je passiert ist, handelt es sich um sogenannte Fake-News. In diesem Fall sollten Leser einen großen Bogen um die beworbenen Produkte machen. Stattdessen bieten seriöse Gold- und Bitcoinplattformen wie Karatbars eine Möglichkeit, sich tatsächlich mit den Anlagemöglichkeiten auseinanderzusetzen und sicher Geld anzulegen. (KTAD)

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