15.11.2020 09:28 Uhr

Stefan Raab über die neue Late-Night-Show „Täglich frisch geröstet“

TV-Urgestein Stefan Raab hat die Seiten gewechselt. Statt bei ProSieben landete er mit seinem neuen Format "Täglich frisch geröstet" bei der Kölner Konkurrenz RTL. In insgesamt acht Folgen der neuen TVNOW Late Night Show "Täglich frisch geröstet", produziert von RAAB TV, stellen sich unterschiedliche Promis der Challenge "Late Night Host".

Foto: TVNOW / Willi Weber

TV-Urgestein Stefan Raab hat die Seiten gewechselt. Statt bei ProSieben landete er mit seinem neuen Format „Täglich frisch geröstet“ bei der Kölner Konkurrenz RTL. In insgesamt acht Folgen der neuen TVNOW Late Night Show „Täglich frisch geröstet“, produziert von RAAB TV, stellen sich unterschiedliche Promis der Challenge „Late Night Host“.

Dabei müssen sie ein dickes Fell beweisen, denn ihre Moderationsversuche werden schonungslos von einem prominenten Roaster kommentiert. „Täglich frisch geröstet“ wird immer montags und mittwochs um 20:15 Uhr auf TVNOW abrufbar sein. Am 16. November 2020 geht es mit Ralf Moeller als Host und Olaf Schubert als Roaster los.

Stefan Raab über die neue Late-Night-Show "Täglich frisch geröstet"

Foto: TVNOW / Willi Weber

Die sind auch dabei

In den weiteren Folgen unter anderem außerdem mit dabei: Reiner Calmund, Michael Mittermeier, Jorge González, Kai Pflaume, Evelyn Burdecki, Nazan Eckes und Mario Basler. Die Show ist ein weiterer Versuch, den RTL-Streamingdienst TVNOW als feste Größe für Unterhaltungsshows zu etablieren.

Was Produzent Stefan Raab über „Täglich frisch geröstet“ denkt, wen er gerne mal rösten würde und warum „Roasten“ in Deutschland bisher eher ein Nischen-Dasein pflegte, erzählt er jetzt. „Die Idee kam zu mir“, sagte Raab im interview mit RTL. „Wer soll‘s denn moderieren, war die Frage und die Antwort war: ‚Wird man sehen, erst mal alle.‘ Jeder kann durch die Show führen, er muss es nur verkraften können, dass er direkt vom Roaster die Meinung gesagt bekommt. Kann schmerzhaft sein, aber sehr amüsant.“

Stefan Raab über die neue Late-Night-Show "Täglich frisch geröstet"

Foto: TVNOW / Willi Weber

Promis beim Scheitern zusehen

Es kann also offenbar wirklich JEDER einen Abend lang eine Late Night Show hosten? Dazu sagte der 54-jährige Showentwickler: „Ja, aber nicht immer gut. Und die Show hat auch den Zweck, einige Promis von ihrer Selbstüberschätzung zu überzeugen. Mit Sicherheit sehen wir einige überraschend sehr gute Gastgeber. Aber auch einige überraschend sehr schlechte.“ Selbst moderieren wolle Raab aber nicht mehr: „Nachdem ich Ralf Moeller bei der Probe gesehen habe, würde ich dagegen nur abstinken.“

Wunschkandidat Karl Lauterbach

Über seine Aufgabe als Produzent verriet Stefan Raab: „Meine Aufgabe ist es, jetzt zu versuchen, den Bestand des Genres sicherzustellen. ‚Täglich frisch geröstet‘ ist für jeden ambitionierten Late-Night-Gastgeber eine große Chance, sich beim Scheitern zusehen zu lassen, aber auch beim überraschenden Sieg. Das ist auch eine neue Talentplattform. Vielleicht stellt man fest, dass an Karl Lauterbach ein echter Late Night Host verloren gegangen ist. Die Einladung ist schon raus. Und wenn für Karl Lauterbach der Fame nach Corona weitergehen soll, muss sich der Karl jetzt schon mal Gedanken machen.“

Stefan Raab über die neue Late-Night-Show "Täglich frisch geröstet"

Foto: TVNOW / Willi Weber

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So funktioniert „Täglich frisch geröstet“

Und wieso hat sich TVNOW als Streamingdienst besonders für ‚Täglich frisch geröstet‘ angeboten? Raab dazu: „Netflix konnte es sich nicht leisten. Bei denen klebt ja schon überall der Kuckuck.“

Das Konzept von „Täglich frisch geröstet“ zusammengefasst: Es nicht DEN einen Host, sondern immer wechselnde Promis, die sich der Aufgabe stellen, einen Abend lang eine Late Night Show zu moderieren. Aber damit nicht genug: Jeder Host wird von einem prominenten Roaster beurteilt und mit erbarmungsloser Ehrlichkeit geroastet.