20.10.2020 18:30 Uhr

Steigende Corona-Zahlen: Wird das TV-Publikum bald wieder gestrichen?

Müssen TV-Shows bald schon wieder vor leeren Rängen produziert werden? Das sagen Privatsender und Öffentlich-Rechtliche.

Fedorovekb/Shutterstock.com

Immer mehr Regionen in Deutschland weisen rasch steigende Corona-Infektionszahlen über den zumutbaren Schwellwerten auf. Die zuletzt hart erkämpfte Rückkehr zu immerhin etwas Normalität ist gefährdet. Das trifft auch auf TV-Produktionen zu, die ihr Live-Publikum erst komplett aus dem Studio verbannen mussten und inzwischen mit stark verringerter Kapazität aufzeichnen. Besteht unter Umständen die Möglichkeit, dass aufgrund der neuesten Entwicklungen in der Corona-Pandemie Shows wie „The Masked Singer“, „DSDS“, „Wer weiß denn sowas?“ und Co. erneut ohne Publikum stattfinden müssen?

Die Nachrichtenagentur spot on news hat bei Privatsendern und Öffentlich-Rechtlichen nachgefragt. Bei ProSieben werden die Shows „aktuell vor kleinstem Publikum [produziert] – ähnlich wie in der Fußball-Bundesliga vor wenig Zuschauern gespielt wird. Und ähnlich wie in der Fußball-Bundesliga sind die Auflagen von Bundesland zu Bundesland anders – und werden regelmäßig an die Situation angepasst“, so das Statement des Senders. „Dabei erfüllen wir alle gesetzlichen Vorgaben und die Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes.“

Hygienekonzepte stehen an erster Stelle

Von Seiten des Senders RTL heißt es: „Die Sicherheit aller Produktionsbeteiligten und unseres Publikums steht natürlich an oberster Stelle. Grundsätzlich passen wir unsere Produktionsbedingungen strikt den aktuellsten Auflagen der Behörden und im Rahmen der Corona-Schutzverordnung im jeweiligen Bundesland an. Hygienekonzepte werden mit dem Gesundheitsamt abgestimmt.“

Auch die ARD teilt spot on news mit, dass „selbstverständlich nach wie vor alle Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen eingehalten und während der Produktion laufend kontrolliert [werden].“ In der neuen Staffel der Quizshow „Wer weiß denn sowas?“ befinden sich demnach 48 Zuschauer tatsächlich im Studio, 52 hingegen seien als „virtuelles Publikum dabei.“

(stk/spot)