Streit um Marienburg: Welfenprinz zieht Klage zurück

dpadpa | 24.03.2022, 16:18 Uhr
Das Schloss Marienburg bei Hannover.
Das Schloss Marienburg bei Hannover.

Moritz Frankenberg/dpa

Überraschung im Familienstreit um das Schloss Marienburg bei Hannover. Ernst August Prinz von Hannover hat die Klage zurückgenommen.

Im Streit um die Marienburg hat Ernst August Prinz von Hannover die Klage gegen seinen Sohn zurückgenommen – seine Forderungen aber an die Salzburger EAH BetreibungsgmbH verkauft.

Die Klage habe der Welfenprinz kurz vor der mündlichen Verhandlung zurückgenommen, die Verhandlung beziehe sich auf die Klage der Salzburger Firma, sagte eine Gerichtssprecherin. Der Vorsitzende Richter der zuständigen Zivilkammer, Stefan Heuer, äußerte rechtliche Bedenken zu der Abtretung: „Stand heute würden wir die Klage abweisen“, betonte er.

Ernst August Prinz von Hannover fordert die Rückübereignung des Schlosses südlich von Hannover, des Hausguts Calenberg in Pattensen-Schulenburg und des Fürstenhauses Herrenhausen in Hannover von seinem Sohn. Er stützt seinen Anspruch auf den Widerruf einer Schenkung infolge „groben Undanks“, ungerechtfertigte Bereicherung und den Wegfall der Geschäftsgrundlage.

Ernst August Erbprinz von Hannover sagte, die Klage seines Vaters sei „substanzlos und die darin enthaltenen Behauptungen sind falsch“.