Donnerstag, 12. Februar 2015 15:37 Uhr

„Studio 54“ mit Ryan Phillippe: Director’s Cut ist viel düsterer

„Wir haben das Ausgehen revolutioniert“, sagt einst Klubbetreiber Steve Rubell. Im legendären Studio 54, der Mutter aller Nachtclubs seit der Erfindung von Disco, wurde aus Clubbing mehr als nur Socialising zu Musik.

"Studio 54" mit Ryan Phillippe: Director's Cut ist viel düsterer

Jenem prunkvollen Mix aus Art Déco und Plüsch, frivolem Siebziger-Hedonismus und drogengestärktem 24-hours-Partypeople-Tum setzte Regisseur Mark Christopher 1998 ein Denkmal. Ryan Phillippe schaffte damit seinen Hollywood-Schnuckelchen.

Auf Wunsch der Hollywood-Produzenten wurde sein Film über die New Yorker Edeldisco jedoch stark verändert und kam mit 25 Minuten neu gedrehtem Material und einem vom Originalscript sehr abweichenden Ende ins Kino. 17 Jahre nach der Premiere der Produzentenfassung wird die mühsam rekonstruierte Urfassung in der Sektion „Panorama“ auf der Berlinale gezeigt.

"Studio 54" mit Ryan Phillippe: Director's Cut ist viel düsterer

Der Film erzählt die Geschichte vom jungen blondgelockten Jersey Boy Shane O’Shea, der sich in der berückend glitzernden Sex, Drugs and Disco-Welt verliert, und erst kurz vor der polizeilichen Schließung des Clubs den Absprung schafft. Die integrale Version ist viel wuchtiger, düsterer, drogenschwangerer und mit reichlich Sexszenen vor allem schwuler als die damals autorisierte Bearbeitung, die dennoch in Welterfolg wurde. Bleibt nur zu hoffen, dass die Urfassung auch auf DVD erscheint.

Neben Ryan Phillippe als Bartender Shane brillierte vor allem Mike Myers als schwuler Barbesitzer.

"Studio 54" mit Ryan Phillippe: Director's Cut ist viel düsterer

"Studio 54" mit Ryan Phillippe: Director's Cut ist viel düsterer

Foto: Miramax, WENN.com

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