Samstag, 26. Oktober 2019 09:55 Uhr

Susan Sideropoulos: Schule ihrer Kids muss von Polizei geschützt werden

Foto: Becher/ Starpress

Susan Sideropoulos findet es schlimm, dass Antisemitismus heutzutage noch ein Thema ist. Die 39-jährige Schauspielerin musste schon früh lernen, mit Judenhass umzugehen. Dass die Gefahr für Menschen jüdischen Glaubens in Deutschland so hoch ist, dass an der Schule ihrer Söhne Polizeischutz geboten ist, findet Susan traurig.

Auf dem roten Teppich der Gala ‚Goldene Bild der Frau‘ spricht die ehemalige GZSZ-Darstellerin ganz offen über den schwierigen Alltag für Juden in Deutschland.

Quelle: instagram.com

„Davor graut es mir noch ein bisschen“

Auf die Frage eines RTL-Reporters, wie ihre Kinder die dauernde Polizeipräsenz wahrnehmen, antwortet Susan: „Man erklärt das gar nicht, die haben auch noch nie gefragt, wieso das so ist. Für die ist das ganz normal. Also, die wissen ja nicht, wie es an anderen Schulen ist, dass da jetzt keine Polizei steht. Wahrscheinlich denken sie, dass gehört einfach dazu.“

Sieh dir diesen Beitrag auf Instagram an Ein Beitrag geteilt von Susan (@susan_sideropoulos) am Jun 11, 2019 um 1:34 PDT

Der Fernsehstar kennt diese Vorsichtsmaßnahmen bereits von früher: „Ich kenne es auch nicht anders seit meiner Kindheit. Eigentlich ist es traurig, wir sind nur so sehr daran gewöhnt, dass es für uns normal ist. Aber dass es normal ist, ist natürlich ein grausamer Zustand. Und dass wir überhaupt so ein Gespräch führen müssen, 2019, finde ich sehr schwierig und traurig.“

Mit ihren beiden Söhnen hat Susan das Thema Antisemitismus noch nicht behandelt. „Bisher habe ich das einfach ein bisschen außen vor gelassen, das Thema, aber wenn es jetzt immer mehr zum Thema wird und meine Kinder nun auch älter werden, muss man sich irgendwann erklären und Dinge auch ansprechen“, sagt sie im Interview, „davor graut es mir noch ein bisschen.“

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