31.12.2015 12:01 Uhr

Sven Hannawald: „Ich war nie magersüchtig“

Der Sport und sein hoher Anspruch an die eigene Leistung hätten ihn krank gemacht, sagte der ehemalige Skisprungstar Sven Hannawald dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). „Im Nachhinein würde ich aber nichts ändern, weil es mich dahin gebracht hat, wo ich war.“

Hannawald gewann 2002 als erster Athlet alle vier Springen der Vierschanzentournee – eine Marke, an der seitdem alle Konkurrenten gescheitert sind. Nur ein gutes Jahr später wurde bei dem heute 41-Jährigen Burn-out diagnostiziert. Trotzdem ist sich Hannawald heute sicher: „Ich glaube nicht, dass ich genauso erfolgreich geworden wäre, wenn ich mich weniger hereingesteigert hätte.“

Mittlerweile habe er zur Ruhe gefunden: „Heute weiß ich, dass ich beispielsweise nicht sofort den nächsten Tag auf den Golfplatz gehe, wenn ich zuvor bei einem Turnier nicht gut war.“ Gerüchten über angebliche Magersucht in seiner aktiven Zeit trat Hannawald (auf unserem Foto mit Freundin Melissa Thiem) in dem Interview entschieden entgegen: „Das ist Quatsch! Ich war nie magersüchtig. Dann hätte ich nie Leistungssport betreiben können. Ich habe aber immer ausgelotet, was geht. Ein halbes Kilo weniger, und schon ging es weiter auf der Schanze. Es war immer ein schmaler Grat, aber ich war mit meinem Trainer im engen Kontakt.“

Foto: ATP/WENN.com